«NEUMÜNSTER WEHRT SICH» – DA WÄCHST (NICHT) ZUSAMMEN, WAS (NICHT) ZUSAMMEN GEHÖRT

Wir dokumentieren einen Artikel von quimera.noblogs.org

Am 23. April will die neonazistische Organisation “Neumünster wehrt sich” wieder durch die Stadt an der Schwale marschieren. Die bisherigen Auftritte waren die ersten ernsthaften Versuche seit dem 1. Mai 2012 Aufmärsche in Schleswig-Holstein durchzuführen. Dementsprechend werden die Aktivitäten auch von anderen rechten Akteur_innen genau beobachtet, um das eigene Potential “auf der Straße” ebenso abschätzen zu können, wie jenes der politischen Gegner_innen. Diese Heterogenität spiegelt sich auch in der Organisationsstruktur wider. Wie wir schon berichteten, übernehmen dort Neonazis verschiedener politischer Herkunft Verantwortung, was, wie dargestellt, auch schon den einen oder anderen Konflikt mit sich brachte. Nicht zuletzt deshalb dürfte der letzte geplante Auftritt am 28. Februar abgesagt worden sein. Dass die offizielle Begründung schlicht gelogen war, ist leicht daran ersichtlich, dass als Grund abwechselnd “organisatorische und technische Gründe”, eine “Erkrankung” oder eine “Sportverletzung am Knie” von Manfred Riemke genannt wurden. Zeichnet es schon ein desolates Bild, dass sich die Neonazis nicht einmal auf eine Ausrede einigen konnten, setzte Riemke dem erbärmlichen Schauspiel noch die Krone auf, als er am Tag der geplanten Kundgebung bei bester Gesundheit in Neumünster unterwegs war. Doch wie wir in diesem Artikel darstellen wollen, ist dies längst nicht das einzige Konfliktpotential. An der Organisation beteiligte Strukturen, haben sich in der Vergangenheit zum Teil massiv hintergangen und angeschwärzt. Diese Vorgänge wurden nie öffentlich thematisiert und selbst ein großer Teil der direkt betroffenen Neonazis kennt die genauen Zusammenhänge nicht. Das werden wir heute ändern.

KI: Rassisten-Outing Guido Dachs (AfD)

Wir dokumentieren einen Artikel von linksunten.indymedia.org

Aktuell läuft der Bundesparteitag der AfD in Stuttgart. Grund genug, einem öffentlichkeitsscheuen Organisator der rassistischen Hetze ungewollte Aufmerksamkeit zu widmen. Es handelt sich um Guido Dachs, Mitglied im Kreisvorstand der AfD in Kiel. Im Moment ist Guido Dachs gleich doppelt besorgt. Neben der Sorge um den Fortbestand seines geliebten Vaterlands, das er durch Geheimpläne dunkler Mächte mittels »Flüchtlingskrise« kurz vor dem Untergang sieht, raubt »die Antifa« die wohlverdiente Ruhe nach rassistischem Tagwerk.

Nachdem Dachs lange davon ausging, dass die geistige Brandstiftung seiner Partei sich nur dort bemerkbar macht, wo sie seiner Meinung nach hin gehört, nämlich in die Geflüchtetenunterkünfte, linken Zentren und andere verdächtige Ort dieses Landes, scheint sich das Blatt zu wenden. So zieht er es inzwischen vor, nicht mehr offen als Mitglied des AfD-Kreisvorstands auf der Website genannt zu werden. Der Grund liegt auf der Hand. Als Betreiber der Homepage „loesungswege-kiel.de“ bietet er Fortbildungen für Pädagog/Innen an. Naheliegend, dass manche auftragebende Schule den blau-braunen »Coach« Guido Dachs lieber vor die Tür setzt, als sich das Schulklima durch seine Hetze vermiesen zu lassen. Aus diesem Grund haben wir neben der Öffentlichkeit auch seine Auftrageber/Innen über Dachs rassistische Gesinnung informiert.