Neonazi Stephan Petersen geoutet

Wir dokumentieren einen Beitrag von Indymedia-Linksunten

Stephan Petersen (24366 Loose *08.12.1988), welcher Ursprünglich in Vogelsang-Grünholz ( Eckernförder Umland ) aufwuchs, ist ein ortsbekannter Neonazi. Seit Jahren hat er rege Kontakte zur extrem rechten Szene aus Eckernförde und war bei den „Freien Nationalisten Eckernförde“ *FNE aktiv. Er selbst bezeichnet sich als Beschützer der „Weißen Rasse“ und kämpft, nach eigenen Aussagen, für ein neues deutsches Reich. Weiterlesen

Auseinandersetzung mit Nazis

Mit dem nun folgenden Text werden wir die Geschehnisse vom heutigen Donnerstag Revue passieren lassen.

Am heutigen Tag wurden erneut Faschist_Innen in der Kieler-Straße gesehen. Um etwa 15.00 Uhr traute sich dann ein bekannter Neonazi, der aus dem eckernförder Umland kommt, auf den Gänsemarkt und stellte sich provokativ vor das dortige Restaurant. Der Faschist trug ein Messer offentsichtlich an seinem Gürtel und provozierte die dortigen Antifaschist_Innen. Nach ein paar Minuten zog er das Messer von seinem Gürtel und steckte das Messer in seinen rechten Ärmel und ging in Richtung Gemüsestand und provozierte mit wilden Gesten. Zu dem telefonierte der Neonazi und rief Versärkung. Einige Minuten später wurde der Neonazi dann von Antifaschist_Innen in einer Gruppe von circa 6-8 Leuten wieder gesehen. Die große Gruppe zog dann weiter durch die Kieler-Straße um Jagd auf Antifaschist_Innen zu machen.

Wir finden das es ein unverantwortliche Zustand ist, dass Faschist_Innen in Eckernförde offen mit Stich-, und wie vor einem Monat festgestellt, und Schusswaffen Jagd auf Antifaschist_Innen machen können, ohne das sie an ihren Tätigkeiten gehindert werden!

Kein Fußbreit den Nazis!

Kein Tag für Nazis – Kundgebung am 23.03 in Hamburg- Horn sabotieren!

Am 15.Februar wurde eine Demonstration der Organisation German Defence League Hamburg gegen die Ausbreitung von Moscheen für den 23.März in Hamburg – Horn angemeldet. Die Anmelder rufen zu einem gemeinsamen Treffen der Demonstranten am 23.März um 14.00 Uhr in der Sievekingsallee Hamburg – Horn auf. Anmelder der Demonstration ist Stephan Buschendorff Vorsitzender der German Defence League Hamburg, dieser ruft desöfteren zu Hassreden auf. Stephan Buschendorff setzt sich gemeinsam mit seiner Organisation gegen Überfremdung und Moscheebau ein. Unteranderem ist es desöfteren geschehen das auf der Website dieser Organisation antifaschistische Gruppen als „Vogelfrei“ erkärt wurden.

 

 

Ein Zitat Auschnitt des Vorsitzenden Stephan Buschendorff : „Wir sind Patrioten, überparteilich, freiheitlich und sehen uns als Verteidiger…“

 

Bundesweit?!
Die sogenannte German Defence League sorgt Bundesweit für Aufregung unter Antifaschisten_innen. Die Organisation hielt Bundesweit mehrere Demonstrationen und Kundgebungen ab, die außer in Berlin recht wenig Störungen durch Gegenativisten_innen hatten.
Videos und Bilder von Personen und Demonstrationen der German Defence League findest Du unter der Spalte „Infos“.

Warum den jetzt bitte auch noch Hamburg?!
Zitat Stephan Buschendorff als Beschreibung der Demonstration: „Das Schicksal der Kapernaumkirche im Hamburger Stadtteil Horn beschäftigt die Öffentlichkeit schon seit mehr als zehn Jahren. Nun zieht das Gebäude wieder die Aufmerksamkeit auf sich, denn es soll eine Moschee werden. In den nächsten Monaten soll es für mehr als eine Million Euro umgebaut werden, um die Moschee am 3. Oktober eröffnen zu können. Das ist nicht nur der Tag der Deutschen Einheit, sondern auch der „Tag der offenen Moschee“.
Wir laden alle freiheitlichen Bewegungen ein, am 23.03.2013 vor der Kirche ein Zeichen gegen die fortschreitende Islamisierung zu setzen. Eingeladen sind desweiteren alle Bürger Hamburgs, die nicht Willens sind ihre Kultur und ihr Land nach und nach mehr aufzugeben.“

 

Es muss endlich ein Zeichen in Hamburg her!
Es ist nicht nur das Nazis die sich „Patrioten“ nennen einfach ihre Fremdenfeindlichkeit und ihren Hass preisgeben dürfen sondern auch das sich die Aktionen der Nazis hier in Hamburg häufen! Angefangen bei einem NPD-Stand ohne antifaschistischen Wiederstand ,über Flyeraktionen gegen ein geplantes Asylheim, bis hin zu den Demos am 02.März und 23.März! Grade in Hamburg gibt es einen recht starken antifaschitischen Wiederstand, doch trotzdem gelingt es den Nazis immerwieder etwas neues zu planen oder durchzusetzen. Es muss mehr passieren, jede noch so kleine Aktion der Nazis muss geblockt werden, sodass die sich garnicht mehr trauen überhaupt estwas zu machen!

 

DEMONSTRIEREN! – STÖREN! – VERHINDERN!
Viele Bürgerinnen und Bürger schauen einfach weg, wenn Nazis auf offener Straße ihre menschenverachtende Propaganda verbreiten, welche zu etlichen Morden und Anschlägen auf Migrant_innen und Andersdenkende ihren ideologischen Teil beigetragen hat.
Wir tun das nicht! Wir wollen dass die Rechnung der Nazis nicht auf geht!
Wir treffen uns alle am 23.März um 13Uhr an dem U-Bahnhof Hamburg-Rauhes Haus um gemeinsam die Naziaktionen zu verhindern!
Wir müssen und werden uns am 23.März nicht einschüchtern lassen und werden jeden angreifen der die faschistische Meinung vertritt und schützt!
Lasst uns gemeinsam und laut die Faschisten-innen bekämpfen!
Hamburg ist und bleibt unsere Stadt!

 

___________________________________________________________________________________________________________________

 

Anmelder

Anmelder der Demonstration ist Stephan Buschendorff – Gründungsmitglied der „German Defence League“ hier in Nord D-Land.

Stephan Buschendorff

Kokerstraße 7
23569 Lübeck-Kücknitz
geb. 21.01.1970
Tel.: 0451 3 07 12 26
Mobil: 0176 71309433

 

Mehr Infos über die Mitglieder und Stephan Buschendorff und seine Frau Anja Buschendorff gibt es auf  http://nodayforgermany.blogsport.de/infos/

 

_____________________________________________________________________________________________________________________

Was ist die German Defence League?

Die German Defence League – kurz GDL – bezeichnet sich als Patrioten die die sogenannte Überfremdung ihres Landes nicht weiter hinnehmen wollen.
Unteranderem sagt die GDL sie wären keine Nazis und tragen zur Täuschung der Öffentlichkeit auf ihren Demos und Kundgebungen Schilder bei sich mit der Aufschrift „Gegen Rassimus und Extremismus“ aber demonstrieren im gegenzug gegen den Umbau einer Kirche in eine Moschee da dies zu einer Islamisierung Deutschlands führen könnte. Die GDL verfolgt exakt die selben Ziele wie die Pro Nrw. Denn auch die GDL ist gegen Religionsfreiheit, sind extrem ausländerfeindlich vor allem gegen molimisch Stämmige. Auch die GDL ist sehr Gewaltbereit. Viele Mitglieder sind im privaten Leben mit auch einigen Autonome Nationalisten befreundet.

_______________________________________________________________________________________________________________________

Die „großen“ unter der GDL
Die „großen“  Mitglieder der GDL und der Beweis ihrer Zuneigung an die NPD

1 Christopher von Mengersen, REP/ PRONRW/ GDL

2 und 20: „Sven Hardstyleschaden. Heimattreu“ (Facebook Account) erst PRONRW, dann NPD, dann wieder PRONRW & GDL

4 Peggy Huefenbach, PRONRW

8 Sebastian Nobile, PRONRW & GDL

9 Lars Seidensticker (links) & Manfred Rouhs, PRO D-LAND

10 „Art Stau“ (FB Account) GDL

11 und 15 Alexander Kern, ehemaliges Mitglied in extrem Rechten Kreisen, heute PRONRW

13 Siegfried Schmitz, Freiheit und GDL

14 Nicolai Vandchali, Freiheit

17 Einer der Aretz Brüder, wohl NPD

18 Im Hintergrund mit der Cap und der Sonnenbrille: Alexander Aretz, NPD

 

_____________________________________________________________________________________________________________________

 

                                                           AM 23.MÄRZ IN HAMBURG DEN NAZIAUFMARSCH VERHINDERN!

-Treffen zu den Gegenaktionen-
                                                             23.März um 13Uhr an dem U-Bahnhof Hamburg-Rauhes Haus

[DIY] Top 11 des NPD-Kreisverbandes SE-NMS geoutet

Wir dokumentieren einen Beitrag von Indymedia-Linksunten:

NPD-Kreisverband Segeberg-Neumünster

Intro: Am 16.07.2012 machte das NPD-“Flaggschiff“ auf seiner Deutschlandfahrt einen Abstecher in den hohen Norden und gastierte nicht nur in Hamburg und in Kiel, sondern auch in Neumünster. Darüber hinaus wurden vom Kreisverband Segeberg-Neumünster in den letzten 12 Monaten 17 Infotische durchgeführt, Mitglieder des Kreisverbands beteiligten sich an Aufmärschen in Bad Nenndorf, Wismar und Magdeburg. Der Kreisverband ist damit einer der aktivsten in Schleswig-Holstein.

 

 

Folglich erscheint es logisch, dass er mit Daniel Nordhorn und Wolfgang Schimmel auch mit zwei Personen im NPD-Landesvorstand vertreten ist. Schimmel gehört sogar zum Bundesvorstand der Partei. Bei den im April 2013 anstehenden Kommunalwahlen soll nun auch endlich ein Erfolg an den Urnen her. Gerade aus diesem Grund wurden hier die 11 aktivsten Personen des Kreisverbandes Segeberg-Neumünster für den Auftakt der Kampagne „DIY – In die antifaschistische Offensive gehen“ ausgewählt und  geoutet.

 

 

Zur Geschichte des Kreisverbands:
Dabei sah es lange Zeit düster aus mit der NPD in Neumünster. Ende der 90er und Anfang der 2000er gab es eine enge Zusammenarbeit zwischen Freien Kameradschaften und der NPD, die nicht zuletzt über den Club 88 und seine Betreiber_innen gesichert wurde. Peter Borchert, der zeitweise als Sprecher des Club 88 fungierte, scheiterte 2003 mit seinem radikalen Kurs in der Partei und wurde als Landesvorsitzender abgesetzt. Nach dem Abbüßen einer Haftstrafe versammelte er einige, vor allem jüngere Kamerad_innen, um sich und gründete in Kiel die erste „Aktionsgruppe“ (AG) in Schleswig-Holstein. Hieraus entstanden in umliegenden Städten Ableger dieser „Aktionsgruppe“, die sich am Habitus der Autonomen Nationalisten orientierten – So auch in Neumünster.

Obwohl die Distanz zwischen Freien Kräften und der Partei zunehmend wuchs, übernahm der neumünsteraner Ableger dieser AG im Jahre 2009 komplett den, nicht sehr umfangreichen, NPD-Wahlkampf – vom Kreisvorstand hingegen war nichts zu sehen. Genutzt hat es nicht viel; die NPD verlor im Vergleich zur Landtagswahl 2005 die Hälfte ihrer Stimmen. Ebenso errang sie in Neumünster im Vergleich zu den anderen Wahlkreisen bei weitem nicht mehr ihr bisheriges bestes Ergebnis. Deshalb wurde der „Notstand“ über den Kreisverband verhängt: Ingo Stawitz, Wolfgang Schimmel und Katharina Schubert übernahmen bis zur Neuwahl des Vorstands im Juni 2010 die kommissarische Leitung und einige Kamerad_innen wurden wegen nicht gezahlter Beiträge ausgeschlossen.
Dem dann neu gewählten Vorstand unter dem damals 58jährigen Gerhard Maziol, zu dem auch Katharina Schubert und andere jüngere Nazis gehörten, sicherte Stawitz die Unterstützung des Kreisverbands Westküste sowie des Landesverbands zu und kündigte „stetige, ruhige Aufbauarbeit“ an. Im Jahr 2010 traten auch die Geschwister Alexander und Vanessa Kuhr, die vorher zur Führungsriege der AG Dithmarschen gehört hatten, in der Stadt an der Schwale in Erscheinung, was wiederum den Freien Kräften, die sich auf ihrem Blog nun „Außerparlamentarischer Widerstand Neumünster“ nannten, Aufwind gab. Der Versuch einen „Hess-Marsch“ durchzuführen scheiterte im August 2010 daran, dass der Versammlungsleiter alkoholisiert war.
Störungsfreier verlief die Infoveranstaltung zur „deutschen Teileinheit“ am 03. Oktober 2010, zu der Gerhard Maziol einige Kamerad_innen in Neumünster begrüßte. Doch auch Maziol blieb als Vorsitzender blass, weshalb die Partei im Juni 2011 den aus Laboe stammenden Daniel Nordhorn, bis dato stellvertretender Vorsitzender des Kreisverbands Kiel-Plön, als Vorsitzenden in Segeberg-Neumünster installierte. Dennoch ging auch die Landtagswahl 2012 für die Schleswig-Holsteinische NPD insgesamt und auch für den Kreisverband in die Hose (u.a. weil Nico Seifert, der 2009 die Wahlplakate noch mehr oder weniger im Alleingang in der Stadt verteilt hatte, rief nun zum Wahlboykott auf; 2012 wurden nur wenige Plakate in Dörfern im Kreis Segeberg aufgehängt und der große Wahlkampfabschluss am 01. Mai 2012 in Neumünster fiel wegen antifaschistischer Proteste und der Ingewahrsamnahme von 150 Nazis ebenfalls in Wasser).
Nordhorn hat allerdings durch die ständigen Infotische und monatlichen Stammtische dem Kreisverband eine gewisse Kontinuität verschafft, auf die sie nun aufbauen könnten. Darüber hinaus agiert die NPD in Neumünster insgesamt geschickter. So setzte sich Mark Michael Proch, ein Mitglied aus dem Kreisverband, an die Spitze „bürgerlicher“ Proteste gegen einen in der Stadt wohnhaften Pädosexuellen und versuchte dabei, die Rolle der Partei in dieser Kampagne zu verschleiern.

 

Die Akteur_Innen:

 

Daniel Nordhorn
Am Ehrenmal 24
24235 Laboe
PLÖ-ZQ-909

 

Als Kreisverbandsvorsitzender trägt Daniel Nordhorn die Verantwortung für die Leitung der Parteisitzungen, die Pressearbeit und die Bearbeitung der Internetseite, sowie der Facebook-Seite des NPD- Kreisverbandes Segeberg-Neumünster. Zudem ist er Mitglied des Landesvorstands der NPD, in dem er als “Landesorganisationsleiter” fungiert und daher als Anmelder für die Mehrzahl der Infotische in Schleswig-Holstein herhält. Inhaltlich bezieht er sich gerne in direkter Linie auf den Nationalsozialismus, ist geschichtsinteressiert und -verherrlichend; öffentlich vertritt er aber meist die „Raus aus dem Euro“-Kampagne der Bundespartei. Legendär sind inzwischen seine Ausfälle, die in Zukunft auch den Ruf des gesamten Kreisverbands gefährden könnten. Beispielsweise schrieb er bei Facebook am 17.02.2013 über eine Protestaktion der umstrittenen Frauenrechtsgruppe Femen: „Leider alles nur dumme, häßliche Schabracken. Schade um die Stricke, die benötigt werden.“

 

Michael Denz
Ohmstraße 6
24537 Neumünster
NMS-DZ-967

 

Der 1967 geborene „Mike“ Denz, der aus dem Umfeld der Club 88-Gründer_innen stammt, gehört seit Anfang der 90er zur Fanszene des VfR Neumünster. Bei Bustouren zu Auswärtsspielen verteilte er bereits mehrfach neonazistische Propaganda unter den VfR-Anhänger_innen. Er radikalisierte sich zunehmend und pflegte europaweit Kontakte zu rechten Hooligans. 1996 geriet er anlässlich des Fußball-Länderspiels zwischen Polen und Deutschland in Zabrze in das Blickfeld der Medien, da er mit anderen vermeintlichen Fans neben einem „VfR-Szene Neumünster“-Transparent ein weiteres mit der auf den Holocaust anspielenden Aufschrift „Schindler-Juden Wir grüßen euch“ hochhielt. Im Jahr 2000 besuchte er mit Mitgliedern der Freien Kameradschaft einen Naziaufmarsch in Hohenwestedt, 2005 verteilte er mit ihnen in Neumünster Flugblätter. Denz, der auch schon des Öfteren im Club 88 hinterm Tresen stand, engagiert sich zunehmend auch im Rahmen der Parteipolitik. Im Kreisverband ist er als Beisitzer tätig und in seinen Aufgabenbereich fällt z.B. der Kontakt zu den Freien Kräften. Neben Nordhorn ist er einer der aktivsten Aktivist_innen des Kreisverbands. So ist er quasi bei jedem Infotisch präsent und besuchte im vergangenen Jahr mehrere Aufmärsche, u.a. die JN-Demo in Wismar und den Trauermarsch in Magdeburg.

 

Katharina Schubert
Am Sportplatz 21
23845 Seth in Holstein

 

Noch als Studentin gehörte die 1986 geborene Katharina Schubert 2008 dem NPD-Kreisverband Kiel-Plön an, für den sie auf dem Listenplatz 2 kandidierte. Ihr damaliger Lebensgefährte Peter von der Born verfügte über enge Kontakte zum „Athletik Klub Ultra“ in Neumünster, wo er u.a.  dem Ordnerteam der Partei Kampfsporttraining ermöglichte. 2010 wurde Schubert unter Ingo Stawitz als kommissarische Schatzmeisterin im Kreisverband Segeberg-Neumünster eingesetzt, um die chaotischen Verhältnisse zu ordnen. Anders als Stawitz, der sich später primär wieder um seinen Kreisverband Westküste, bzw. um den Landesvorstand kümmern sollte und sein Nachfolger Gerhard Maziol, der nach nur einem Jahr von Daniel Nordhorn abgelöst wurde, wurde Katharina Schubert inzwischen mehrfach in ihrem Amt bestätigt. Ihre Aufgaben als Schatzmeisterin im Kreisverband sind die Übersicht und Verwaltung der Finanzen, ebenso ist sie aber auch für die Beschaffung der Werbemittel zuständig. Zur Landtagswahl 2012 sollte sie als Direktkandidatin im Wahlkreis Ostholstein-Nord auftreten, konnte aber nicht genug Unterstützungsunterschriften sammeln.

 

Brian Löb
22851 Norderstedt

 

Brian Löb aus Norderstedt wurde im Juli 2012 zum stellvertretenden Landesvorsitzenden gewählt. Zu seinen Aufgaben zählt vor allem die Organisation des Wahlkampfs. Ihm wird eine seriöse Ausstrahlung zugeschrieben, so dass er auch für die Öffentlichkeitsarbeit eingesetzt wird: Er beteiligte sich beispielsweise an den Infotischen in Neumünster, Norderstedt und in Kaltenkirchen. In der letzten Zeit zeigte er sich allerdings seltener bei Aktivitäten in der Öffentlichkeit. Als Stellvertreter des sehr aktiven Daniel Nordhorn, den er bei Abwesenheit nach innen und nach außen vertreten sollte, fiel es ihm insgesamt schwer Akzente setzen zu können.

 

Horst Micheel
Warmsdorferstraße 33
24537 Neumünster

 

Horst Micheel, Wirt der Neumünsteraner Nazikneipe „Titanic“ in der Wippendorfstraße, beteiligte sich bereits 2007 und 2008 an Naziaufmärschen in Neumünster, Lübeck und Hamburg. Nach medialer Aufmerksamkeit setzte er alles daran, seine politischen Verstrickungen zu leugnen. Angesichts der Tatsache, dass er als Beisitzer im NPD-Kreisverband aktiv ist und seine Kneipe für Konzerte von z.B. Frank Rennicke oder als Treffpunkt für Sitzungen der NPD zur Verfügung stellt, erscheint ein Leugnen wenig aussichtsreich. Ebenso besuchte Micheel im August 2012 auch den NPD-Infotisch in Boostedt. Sein Arbeitsplatz bietet ihm vor allem aber die Möglichkeit, Freie Kräfte an die Partei heranzuführen. Das Programm der „Titanic“ wurde in einem NDR-Interview von seinen Gästen als „Erlebnisgastronomie“ beschrieben. Neben Konzerten wird hier vor allem Skat und Dart angeboten. Auch wenn die Mannschaft der „Titanic 2008“ aus der Norddart-Liga ausgeschlossen wurde, ist die Kneipe nach wie vor Austragungsort für Dart-Turniere.

 

Mark Michael Proch
Eduard-Schlichting-Straße 4
24539 Neumünster

 

Mark Proch, Jahrgang 1965, verheiratet mit Sonja Proch, ist in Neumünster vor allem als Anmelder der Pädosexuellen-Demos in Erscheinung getreten. Ohne explizit auf die NPD zu verweisen, brachte er in den digitalen Vorbereitungsgruppen und auch bei den Redebeiträgen auf den Demonstrationen Elemente der Parteilinie zum Thema ein. So gelang es ihm, neben vielen Bürger_Innen eine Reihe von Neonazis zu mobilisieren, wie z.B. den Kreisverbands-Beisitzer Horst Micheel. Durch antifaschistische Pressearbeit thematisierten dann auch die Lokalpresse, sowie der NDR, den extrem rechten Hintergrund der Kampagne, woraufhin Proch jegliche Zugehörigkeit zur extremen Rechten leugnete. Bilder vom NPD-Aufmarsch in Neumünster am 01. Mai 2012, zeigen allerdings das Ehepaar Proch, wie sie Plakate der Partei vor sich hertrugen. Für März 2013 mobilisiert Proch zum ersten Mal landesweit zu einem Aufmarsch „gegen Kinderschänder“ in Neumünster. Bereits im Jahre 2011 wurde seitens des Kreisverbands ein Treffen mit Mark Proch durchgeführt, um eine Zusammenarbeit anzustreben, seit kurzem stellt er sich auch offen hinter die Partei: Im Februar 2013 beteiligte er sich an der Kundgebung auf dem Kantplatz in Neumünster.

 

Christiane Dolscheid
Am Sünderbek 7
24539 Neumünster

 

Die 1973 geborene Christiane Dolscheid ist als Gesicht des Club 88 eine Ikone der nordeuropäischen Neonaziszene. Sie fungierte in Neumünster früher als Ortsgruppenleiterin des „Skingirl-Freundeskreises Deutschland“ und schrieb für das Skingirl-Fanzine „Walküre“, ebenso war sie Mitbegründerin der „Gemeinschaft Deutscher Frauen“. In der Vergangenheit war sie für die „Sanitätsgruppe Braunes Kreuz“ aktiv und verfügt u.a. über sehr gute Kontakte zu ehemaligen Aktivist_Innen des „Hamburger Sturms“. Der Club 88 hat zwar insgesamt an Bedeutung verloren, wird aber nach wie vor besonders von Freien Kräften besucht, die an die Partei herangeführt werden sollen.

 

Wolfgang Schimmel
Neversdorfer Straße 2
23816 Leezen

 

Schimmel war früher CDU-Mitglied, wechselte dann aber über die DVU zur NPD. 1995 war er für ein rechtsextremes Flugblatt der Nazizeitung „Unabhängige Nachrichten“ zuständig, welches noch im gleichen Jahr zu einer Hausdurchsuchung bei ihm führte. Im Jahr 2008 war er für die Zusammenstellung und Bearbeitung der „Schulhof-CD“ verantwortlich. In NPD-Kreisen gilt er als zuverlässig: er ist u.a. Landesschatzmeister. Darüber hinaus hat er im Bundesvorstand der Partei das „Amt Finanzen“ inne. Aufgrund seiner Ehe mit einer „Nicht-Deutschen“ steht er bei seinen rassistischen Parteikameraden in der Kritik. In der jüngeren Vergangenheit unterstützte er hingegen den einen oder anderen Infotisch (etwa in Kaltenkirchen oder auf dem Kantplatz in Neumünster).

 

Gerhard Maziol
Mittelstraße 27C
22851 Norderstedt

 

Maziol wurde im Alter von 58 Jahren 2010 zum Kreisverbandsvorsitzenden gewählt. Inhaltlich ging er bei der Begrüßungsrede der Informationsveranstaltung zum 03. Oktober in geschichtsrevisionistischer Manier auf sein „Heimatland“ Schlesien ein und äußerte den Wunsch der Wiederherstellung des „Großdeutschen Reiches“. Ansonsten ist Maziol eher lokal orientiert: er schreibt in seiner Freizeit gerne Leserbriefe an eine Tageszeitung seines Wohnorts Norderstedt, in denen er sich über Lärm beschwert und u.a. fordert, sich für die „Bedürfnisse von ‘Otto Normalverbrauchern’ einzusetzen“. Aus Norderstedt stammt auch der stellvertretende Kreisverbandsvorsitzende Brian Löb. Auch führte die NPD 2012 hier einen Infotisch durch. Obwohl Maziol schon ein Jahr nach seiner Wahl seinen Posten wieder abgeben musste, verfügt er nach wie vor über Kontakte zum Kreisverband.

 

Arne Voss
Dorfstraße 2
24626 Willingrade

 

Der 1992 geborene Arne Voss wohnte zuvor in Kellinghusen und war dort für den NPD-Kreisverband Westküste aktiv. Zusammen mit Ingo Stawitz, Rudolf Rosenthal und Kai Otzen nahm er im April 2012 an der NPD-Werberundfahrt teil, die u.a. in Hohenwestedt und Nortorf Halt machte. Als deutlich jüngstes Mitglied durfte er allerdings lediglich Flyer verteilen. Seit einiger Zeit bewohnt er mit anderen Kamerad_innen aus der extrem rechten Szene ein Einfamilienhaus im Groß Kummerfelder Ortsteil Willingrade, weshalb er zunehmend Kontakt zum Kreisverband Segeberg-Neumünster aufnahm. Zunächst wird er auch hier mit eher niederen Aufgaben bedacht – zum Beispiel musste er beim Infotisch in Boostedt eine Eselsmaske tragen. Durch sein kontinuierliches Engagement spielt er sich aber mehr und mehr in den parteipolitischen Vordergrund.

 

Andreas Knüppel
Theodor-Strom-Straße 32
23795 Bad Segeberg

 

Andreas Knüppel, 1972 geboren, löste Mitte der 2000er den Ex-Republikaner Jan Pigors als Vorsitzenden der NPD in Bergedorf, einen von fünf Hamburger Kreisverbänden, ab. Der gelernte Dachdecker errang hier bei der Bürgerschaftswahl 2011 1,5% der Stimmen, beteiligte sich im Stadtgebiet auch an Demonstrationen, wie etwa am 11.09.2009, als u.a. Jürgen Rieger gegen das Schanzenfest wetterte. Wegen seiner Beziehung zur 1986 geborenen Hanna Hausen, die in der Folge auch schwanger wurde, ist Knüppel nach Bad Segeberg gezogen. Hausen und Knüppel beteiligten sich hier im Dezember 2012 zusammen am NPD-Infotisch in Bad Segeberg.

 

Ausblick:
Der Kreisverband Segeberg-Neumünster schafft es, Kontakt zu Aktivist_innen, die vormals Funktionen innehatten, zu halten und auf deren Erfahrung zurückzugreifen. Gleichzeitig werden durch die aktionistische Ausrichtung, durch die engen Verflechtungen mit den Szenekneipen „Club 88“ und „Titanic“, sowie durch die Beteiligung von „Mike“ Denz, aus der Hooliganszene Neumünster, die Fühler in Richtung Freie Kräfte ausgestreckt. Durch die personellen Rochaden (Nordhorn, obwohl aus dem NPD Kreisverband Kiel-Plön, als Kreisvorsitzender in Segeberg-Neumünster; Schubert als hiesige Schatzmeisterin kandidierte für den Wahlkreis Ostholstein-Nord; Stawitz, der eigentlich aus dem Kreisverband Westküste stammt, übernahm den kommissarischen Vorsitz) kommt automatisch auch eine Vernetzung mit den anderen Kreisverbänden zustande, zumal Andreas Knüppel und Arne Voss weiterhin über Kontakte zu ihren „alten“ Kreisverbänden verfügen. Aber selbst wenn es gelingen sollte, die Geschlossenheit in den eigenen Reihen wieder herzustellen, ist dadurch an sich noch keine Wahl gewonnen. In der „Post-NSU-Ära“ ist es fraglich, ob die kontinuierlichen Stamm- und Infotische ausreichen, um ausreichend Berührungsängste bei den Wähler_innen abzubauen. Hingegen könnte der Wegfall der 5%-Hürde sich bei den Kommunalwahlen dieses Jahr jedoch als Chance für die NPD erweisen. Durch populistische Themen wie die Rückkehr zur Deutschen Mark, der Austritt aus der EU oder die Gefahr durch Pädosexuelle, die anschlussfähiger an bürgerliche Positionen sind als offen rassistische oder geschichtsrevisionistische Themen, könnten sie Stimmen der Wähler_innen für sich entscheiden.

 

NPD-Wahlkampf sabotieren! Mit allen Mitteln, auf allen Ebenen
Wir rufen dazu auf, die Mitglieder des Kreisverbands aus der Anonymität zu reißen und auf ihre menschenverachtenden, politischen Ansichten hinzuweisen. Mit diesem Artikel wollen wir einen ersten Beitrag dazu leisten. Die Erfahrungen des 01. Mai 2012 zeigen, wie störungsanfällig der NPD-Wahlkampf ist, wenn er auf organisierte antifaschistische Gegenwehr trifft. NPD-Wahlplakate, -Infotische, -Stammtische, -Kundgebungen und -Aufmärsche müssen eine ebenso konsequente Antwort erhalten, ohne dass wir dabei vergessen, den oberflächlichen Kampagnen der NPD inhaltliche Argumente entgegenzustellen.

 

http://diynow.noblogs.org/

  • NPD-Kreisverband Segeberg-Neumünster
  • Daniel Nordhorn

    Daniel Nordhorn

  • Michael Denz

    Michael Denz

  • Katharina Schubert

    Katharina Schubert

  • Brain Löb

    Brain Löb

  • Horst Micheel

    Horst Micheel

  • Mark-Michael Proch

    Mark-Michael Proch

  • Christiane Dolscheid

    Christiane Dolscheid

  • Wolfgang Schimmel

    Wolfgang Schimmel

  • Maziol Gerhard

    Maziol Gerhard

  • Arne Voss

    Arne Voss

  • Andreas Knüppel

    Andreas Knüppel

DIY – In die antifaschistische Offensive gehen!

Wir dokumentieren einen Artikel von linksunten.indymedia.org

NPD am Boden? DIY – Da geht noch mehr!
In die antifaschistische Offensive gehen

Farbe bekannt!
Letztes Jahr grünte der Frühling in wahrlich antifaschistischer Manier. Vielerorts wurde Farbe bekannt, die Öffentlichkeit über Nazikader informiert, deren Wahlkampf sabotiert [1]. Der für den 1. Mai 2012 geplante Aufmarsch in Neumünster, welcher den „Höhepunkt“ des Landtagswahlkampfs markieren sollte, fiel gründlich ins Wasser. Auch die Wahlergebnisse gaben den teilweise schon zerstrittenen „Kameraden“ keinerlei Anlass zur Freude: Nur in drei Wahlkreisen knackte die NPD überhaupt die Ein-Prozent-Marke, was bedeutete, dass die Partei nicht auf Wahlkampfkosten-erstattung hoffen durfte.

Die NPD am Boden? Wir sagen: Da geht noch mehr!
Die Absage des jährlichen Trauermarsches in Lübeck stellt schon einen Teilerfolg für uns dar, da er unter anderem eine Folge kontinuierlicher antifaschistischer Gegenproteste ist. Darüber hinaus ist er aber ebenso ein Indiz der geschwächten Strukturen der extremen Rechten in Schleswig-Holstein, die sowohl in Parteikreisen als auch in der Kameradschaftsszene unter Zersplitterung und mangelnder Aktionsbereitschaft leidet [2]. Nichtsdestotrotz gibt es nach wie vor einige besonders aktive Akteur_Innen, die sich für das selbst ausgerufene „Super-Wahljahr“ ehrgeizige Ziele gesteckt haben. Sowohl zu den Kommunalwahlen am 28.05.2013 als auch zur Bundestagswahl am 22.09.2013 will die NPD flächendeckend Kandidat_Innen aufstellen und das nördlichste Bundesland mit rassistischer Propaganda überziehen. Die Bandbreite ihrer Aktivitäten soll von Infotischen über Kundgebungen bis zu Demonstrationen reichen [3]. Das gilt es antifaschistisch zu intervenieren.

DIY: Alles muss mensch selber machen…
Dabei können und wollen wir uns nicht auf andere verlassen. Staatlicher Repression, der auch wir ausgesetzt sind, stehen wir ablehnend gegenüber: Wir warten also weder sehnsüchtig auf ein NPD-Verbot, noch hoffen wir auf polizeiliche Maßnahmen gegen rechte Aktivitäten. Die NSU-Akten machen klar, dass die staatliche Ermittlungsarbeit gegen Neonazi-Strukturen alles andere als konsequent und erfolgreich ist und wirft zudem einmal mehr ein kritisches Licht auf die Zusammenarbeit von Verfassungsschutz und extrem rechter Szene. „Do it yourself“ bedeutet, selbst aktiv zu werden. Als autonome Bewegung setzen wir auf unabhängige und von unten getragene antifaschistische Initiativen und Strukturen, die Neonazi-Propaganda entlarven und den extrem rechten Wahlkampf sabotieren, wobei unserer Kreativität keine Grenzen gesetzt sind.

In die antifaschistische Offensive gehen
Einerseits braucht der NPD-Wahlkampf Öffentlichkeit. Damit Neonazis ihre menschenverachtenden Inhalte nicht transportieren können, müssen ihre Plakate schnell wieder entfernt, Flyer zerrissen, Infostände abgeschirmt oder -geräumt, Kundgebungen gestört oder verhindert, Demonstrationen sabotiert oder blockiert werden. Andererseits braucht die NPD Akteur_Innen, die die Wahlkampfveranstaltungen anmelden und durchführen. Wenn die Nachbarschaft dieser Neonazis über ihre Aktivitäten informiert wird oder die Fassaden ihrer Wohnungen verschönert werden, ist es möglich, dass sie sich aus der Öffentlichkeit ziehen und folglich kaum noch öffentliches Engagement für den nationalen Kampf an den Tag legen. Lasst uns gemeinsam Überzeugungsarbeit leisten und den Druck für Neonazis erhöhen.

Nazi sein heißt Probleme kriegen!

https://diynow.noblogs.org/

+++Nazi-Angriff auf einen Antifaschisten in Schleswig!+++

Heute kam es in Schleswig zu einem tätlichen Angriff auf einen Antifaschisten! Der Antifaschist war heute gegen 15:00 Uhr auf dem zur Fachklinik wo ihm eine schwarz gekleidete Gestalt entgegen kam. Der Neonazi trat dem Antifaschisten vermummt mit Tuch, Cap und Sonnenbrille gegenüber, brüllte „scheiß Zecke“ und schlug dem jungen Mann mit einem Faustschlag in´s Gesicht!

Wir werden es nicht hinnehmen das Neonazis auch in Schleswig Gewalt gegen Antifaschisten ausüben!

– Keinen Meter den Nazis!
– Den antifaschistischen Selbstschutz organisieren!
– Solidarität mit allen Opfern neonazistischer Gewalt!

s_warm_anziehen

+++Erneut Nazi-Schmierereien in Eckernförde!++

Heute wurden erneut neonazistische Schmierereien in der Kieler Straße entdeckt. Die faschistische Zirkustruppe aus Eckernförde, war sich mal wieder nicht zu schade sich der Lächerlichkeit preiß zu geben, in dem sie mit einem silberfarbenen Edding „Anti-Antifa“ und sogenannte Keltenkreuze an mehrere Laternenpfähle und Mülleimer schmierte. Wieder einmal haben sich die Faschisten mit ihren lächerlichen Tätigkeiten in Eckernförde ein Eigentor geschossen.

Den Na­zi­auf­marsch in Wolfs­burg ver­hin­dern! KEIN „Tag der deutschen Zukunft“ 2013

Den Na­zi­auf­marsch in Wolfs­burg ver­hin­dern! KEIN „Tag der deutschen Zukunft“ 2013Unter dem Motto „Tag der deut­schen Zu­kunft“ wol­len Nazis am 1. Juni 2013 in Wolfs­burg auf­mar­schie­ren und ihr ras­sis­ti­sches und na­tio­na­lis­ti­sches Ge­dan­ken­gut auf die Stra­ße tra­gen. Unter dem­sel­ben Motto fan­den be­reits Auf­mär­sche in Pin­ne­berg, Hil­des­heim, Braun­schweig/Peine und Ham­burg statt. Mitt­ler­wei­le hat sich der „Tag der deut­schen Zu­kunft“ zu einem der wich­tigs­ten jähr­li­chen Er­eig­nis­se für Nazis in Nord­deutsch­land ent­wi­ckelt. Aber auch der Wi­der­stand stei­gert sich jedes Jahr.

Auf Grund der star­ken an­ti­fa­schis­ti­schen Mo­bi­li­sie­rung im Vor­feld gegen den Auf­marsch in Braun­schweig 2011, wurde le­dig­lich eine Kund­ge­bung er­laubt. Die Nazis muss­ten nach Peine aus­wei­chen, wo sich ihnen wie­der zahl­rei­che Men­schen in den Weg stell­ten, nur durch das ge­walt­sa­me Vor­ge­hen der Po­li­zei, war es ihnen mög­lich zu mar­schie­ren. Auch in Ham­burg tra­ten meh­re­re tau­send An­ti­fa­schis­tIn­nen den Nazis ent­schlos­sen ent­ge­gen. Erst mit gro­ßer Ver­spä­tung und auf stark ge­kürz­ter Route, die immer wie­der ge­än­dert wer­den muss­te, konn­ten sie lau­fen. Auch dies­mal war es die Po­li­zei, die ihnen den Raum schuf, sich zu be­we­gen.

Wir wer­den nicht ta­ten­los zu­se­hen, wenn die Nazis in Wolfs­burg ver­su­chen ihren Auf­marsch durch­zu­füh­ren. Dem wer­den wir ent­schlos­sen und mit allen Mit­teln ent­ge­gen­tre­ten!

Be­tei­ligt euch am 1. Juni 2013 an den an­ti­fa­schis­ti­schen Ak­tio­nen in Wolfs­burg damit wir den Na­zi­auf­marsch ge­mein­sam ver­hin­dern!

DE­MONS­TRIE­REN! – STÖ­REN! – BLO­CKIE­REN! – VER­HIN­DERN!

Deut­sche Zu­kunft“? Bleib mir vom Leib damit!

Hin­ter der Pa­ro­le einer deut­schen Zu­kunft steckt deut­sche Ver­gan­gen­heit. „Deutsch­land den Deut­schen“ steht in di­rek­ter Tra­di­ti­on der Blut- und Bo­den­ideo­lo­gie des deut­schen Fa­schis­mus und das Ge­re­de von „Über­frem­dung“ sug­ge­riert, es gebe eine eth­nisch-kul­tu­rell ho­mo­ge­ne Ge­mein­schaft, die es vor An­grif­fen von außen zu schüt­zen gelte. Diese Kon­struk­ti­on einer bio­lo­gisch de­ter­mi­nier­ten Schick­sals­ge­mein­schaft führt zur ge­walt­tä­ti­gen Aus­gren­zung und Er­mor­dung derer, die nicht in ihr ras­sis­ti­sches und männ­lich­keits­ori­en­tier­tes Welt­bild pas­sen.

Mit dem Auf­marsch in Wolfs­burg wol­len und kön­nen die Nazis auch an ras­sis­ti­sche Ein­stel­lun­gen der Mehr­heits­ge­sell­schaft an­knüp­fen: Große Schnitt­men­gen zeig­te zu­letzt eine Stu­die der Fried­rich-Ebert-Stif­tung auf, wo­nach ein Vier­tel der Deut­schen ras­sis­ti­sche Auf­fas­sun­gen ver­tre­ten. Als selbst er­nann­tes Sprach­rohr für das, was alle den­ken, sich aber nie­mand traue aus­zu­spre­chen, trat SPD-Mit­glied Thilo Sar­ra­zin auf, der pro­pa­gier­te, Deut­sche könn­ten zu einer Min­der­heit wer­den, und Deutsch­lands Gren­zen am liebs­ten dicht ma­chen würde. Dabei be­dient er sich neben kul­tur­ras­sis­ti­schen Ar­gu­men­ten auch kru­der Bio­lo­gis­men, wenn er be­haup­tet, Mi­gran­tIn­nen seien eine „ge­ne­ti­sche Be­las­tung“. Auch CSU-Mi­nis­ter­prä­si­dent Horst See­ho­fer hätte es nicht deut­li­cher sagen kön­nen, als er mit der Äu­ße­rung, er werde sich „bis zur letz­ten Pa­tro­ne gegen eine Zu­wan­de­rung in die deut­sche So­zi­al­sys­te­me sträu­ben“, auf Stim­men­fang ging.

Staat und Fa­schis­ten Hand in Hand

Wenn über Nazis ge­spro­chen wird, sagen viele, dass die sich von al­lei­ne er­le­di­gen wer­den, wenn sie kei­ner be­ach­tet. Was dabei her­aus­kommt, wenn Nazis auf Teu­fel komm raus igno­riert wer­den, wurde uns erst im No­vem­ber 2011 wie­der blu­tig vor Augen ge­führt. Über 10 Jahre konn­te eine be­waff­ne­te Un­ter­grund­grup­pe, die sich selbst als „Na­tio­nal­so­zia­lis­ti­scher Un­ter­grund“ (NSU) be­zeich­ne­te, unter den Augen der Be­hör­den zahl­rei­che Morde, An­schlä­ge und Bank­über­fäl­le be­ge­hen. Die Po­li­zei, Po­li­tik und Me­di­en waren sich sehr schnell einig, dass sich hin­ter den Mor­den „aus­län­di­sche, kri­mi­nel­le“ Ma­chen­schaf­ten ver­ber­gen wür­den und prä­sen­tier­ten der Öf­fent­lich­keit die so­ge­nann­ten „Dö­ner­mor­de“. Kaum je­mand, außer den Freun­dIn­nen und An­ge­hö­ri­gen der Mordop­fer, schien die Er­klä­run­gen für die Morde an­zu­zwei­feln, ge­schwei­ge denn, Nazis als Mör­der über­haupt in Be­tracht zu zie­hen. Noch 2008 ließ der da­ma­li­ge nie­der­säch­si­sche In­nen­mi­nis­ter Uwe Schü­ne­mann nach di­ver­sen Waf­fen­fun­den in Süd­nie­der­sach­sen ver­lau­ten, Nazis hätte nur eine Af­fi­ni­tät zu Waf­fen, sie wür­den sie aber nicht ein­set­zen, wes­halb auch keine Ge­fahr von ihnen aus­ge­he.

Seit Auf­nah­me der Ar­beit der „Un­ter­su­chungs­kom­mis­sio­nen“ wer­den immer wie­der ent­spre­chen­de Akten durch den Ver­fas­sungs­schutz ge­schred­dert – an­geb­lich jedes Mal aus Ver­se­hen. Man muss schon ver­dammt viel guten Wil­len, bes­ser ge­sagt Nai­vi­tät, auf­brin­gen, um bei all den an­geb­li­chen „Pan­nen“, “Un­ge­reimt­hei­ten“, „Kom­mu­ni­ka­ti­ons­schwie­rig­kei­ten“ und „struk­tu­rel­len Pro­ble­men“ das Ge­fa­sel von „Ver­se­hen“ noch zu glau­ben. Viel­mehr spricht alles dafür, dass we­nigs­tens Teile der Ge­heim­diens­te und der Po­li­zei­be­hör­den aktiv den Ter­ror des NSU ver­tuscht, ge­schützt und ge­stützt haben.

Die Un­ter­stüt­zung von Nazis hat bei den deut­schen Ge­heim­diens­ten be­reits eine lange Tra­di­ti­on. Nach dem zwei­ten Welt­krieg wur­den diese mit maß­geb­li­cher Be­tei­li­gung von Na­zi­funk­tio­nä­ren auf­ge­baut. Es ist nicht das erste Mal, dass west­li­che Ge­heim­diens­te Nazis mit Waf­fen ver­sor­gen. Ab den 1950er Jah­ren bis zum Ende der So­wjet­uni­on fi­nan­zier­ten und bil­de­ten west­eu­ro­päi­sche Ge­heim­diens­te und die CIA pa­ra­mi­li­tä­ri­sche Na­zi­ein­hei­ten aus, die bei einem po­ten­zi­el­len Krieg gegen die So­wjet­uni­on Ter­ror und Sa­bo­ta­ge­ak­te ver­üben soll­ten. Nach ihrem ita­lie­ni­schem Ab­le­ger wird diese Or­ga­ni­sa­ti­on seit ihrer Auf­de­ckung in den 1990er Jah­ren „Gla­dio“ ge­nannt. Der Fall NSU ist also kei­nes­wegs ein Ver­sa­gen, son­dern Aus­druck der Kon­ti­nui­tät in­ner­halb die­ser In­sti­tu­ti­on. Aus den per­so­nel­len und ideo­lo­gi­schen Über­schnei­dun­gen er­gibt sich bis heute ihre kon­se­quen­te Ver­fol­gung lin­ker Struk­tu­ren bei gleich­zei­ti­ger Un­ter­stüt­zung fa­schis­ti­scher Ter­ror­grup­pen.

Mit ak­tu­el­len „Bil­dungs­an­ge­bo­ten“, Aus­stel­lun­gen und Ver­an­stal­tun­gen an Schu­len, Rat­häu­sern oder in an­de­ren ge­sell­schaft­li­chen Be­rei­chen ver­sucht der Ver­fas­sungs­schutz, mit ideo­lo­gi­scher Rü­cken­de­ckung aus den Rei­hen der schwarz-gel­ben Re­gie­rungs­ko­ali­ti­on, in der Öf­fent­lich­keit die so­ge­nann­te Ex­tre­mis­mus­theo­rie als das Maß der Dinge durch­zu­set­zen. Eben jene, die für Krieg, Na­zi­ter­ror, Ab­schie­bun­gen und der­glei­chen die ge­setz­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen be­reit­stel­len, bas­teln sich eine ge­sell­schaft­li­che Mitte (in der sie selbst ste­hen) und einen darum her­um­lau­fen­den Rand. Je nach ge­sell­schaft­li­chen Kräf­te­ver­hält­nis­sen, wird dann mal dies oder dann mal das als „links­ex­trem“, „rechts­ex­trem“ oder als „aus­län­di­scher Ex­tre­mis­mus“ ver­kauft – auf jeden Fall wird es als nicht zur „Mitte“ ge­hö­rend dar­ge­stellt und ist ent­spre­chen­der ge­sell­schaft­li­cher Äch­tung bzw. staat­li­cher Re­pres­si­on aus­ge­setzt. So wird das Be­kennt­nis zu einem an­ti­fa­schis­ti­schen Selbst­ver­ständ­nis und die Be­tei­li­gung an Blo­cka­den be­reits als „links­ex­trem“ dif­fa­miert und durch den Staat kri­mi­na­li­siert.

Un­se­re Po­li­tik endet nicht mit dem Kampf gegen Na­zi­auf­mär­sche. Uns geht es nicht aus­schließ­lich darum, der NPD oder an­de­ren Na­zi­grup­pen ent­ge­gen­zu­tre­ten, son­dern sich jedem ras­sis­ti­schen und na­tio­na­lis­ti­schem Den­ken und Han­deln zu wi­der­set­zen – egal wo und wie es sich zeigt. Neben der Not­wen­dig­keit, den Nazis das Leben so schwer wie mög­lich zu ma­chen, gilt es auch, die Ur­sa­chen zu be­kämp­fen, die zur Ent­wick­lung re­ak­tio­nä­rer Ein­stel­lun­gen füh­ren. Dafür ist es wich­tig, die Per­spek­ti­ve einer eman­zi­pa­to­ri­schen, fort­schritt­li­chen Ge­sell­schaft zu for­mu­lie­ren und vor­an­zu­trei­ben! Wir las­sen uns dabei weder von einem Staat ein­schüch­tern, der den Na­zi­ter­ror erst mög­lich macht, noch las­sen wir uns un­se­re Pro­test­for­men von die­sem Staat oder an­de­ren In­sti­tu­tio­nen dik­tie­ren! Ein “Ge­sicht zei­gen gegen Rechts”, eine “Meile der De­mo­kra­tie” mit Gril­len und Sau­fen gegen Rechts oder an­de­re sym­bo­li­sche Ak­tio­nen rei­chen uns nicht aus. Wir wol­len den di­rek­ten Wi­der­stand, der Fa­schis­ten und ihre Sym­pa­thi­san­ten an dem hin­dert, was sie ge­ra­de tun!

Für den 01.06.2013 in Wolfs­burg be­deu­tet das, dass wir dort sein wer­den, wo die Fa­schis­ten sind!

Foto: Den Na­zi­auf­marsch in Wolfs­burg ver­hin­dern!</p><p>Unter dem Motto „Tag der deut­schen Zu­kunft“ wol­len Nazis am 1. Juni 2013 in Wolfs­burg auf­mar­schie­ren und ihr ras­sis­ti­sches und na­tio­na­lis­ti­sches Ge­dan­ken­gut auf die Stra­ße tra­gen. Unter dem­sel­ben Motto fan­den be­reits Auf­mär­sche in Pin­ne­berg, Hil­des­heim, Braun­schweig/Peine und Ham­burg statt. Mitt­ler­wei­le hat sich der „Tag der deut­schen Zu­kunft“ zu einem der wich­tigs­ten jähr­li­chen Er­eig­nis­se für Nazis in Nord­deutsch­land ent­wi­ckelt. Aber auch der Wi­der­stand stei­gert sich jedes Jahr.</p><p>Auf Grund der star­ken an­ti­fa­schis­ti­schen Mo­bi­li­sie­rung im Vor­feld gegen den Auf­marsch in Braun­schweig 2011, wurde le­dig­lich eine Kund­ge­bung er­laubt. Die Nazis muss­ten nach Peine aus­wei­chen, wo sich ihnen wie­der zahl­rei­che Men­schen in den Weg stell­ten, nur durch das ge­walt­sa­me Vor­ge­hen der Po­li­zei, war es ihnen mög­lich zu mar­schie­ren. Auch in Ham­burg tra­ten meh­re­re tau­send An­ti­fa­schis­tIn­nen den Nazis ent­schlos­sen ent­ge­gen. Erst mit gro­ßer Ver­spä­tung und auf stark ge­kürz­ter Route, die immer wie­der ge­än­dert wer­den muss­te, konn­ten sie lau­fen. Auch dies­mal war es die Po­li­zei, die ihnen den Raum schuf, sich zu be­we­gen.</p><p>Wir wer­den nicht ta­ten­los zu­se­hen, wenn die Nazis in Wolfs­burg ver­su­chen ihren Auf­marsch durch­zu­füh­ren. Dem wer­den wir ent­schlos­sen und mit allen Mit­teln ent­ge­gen­tre­ten!</p><p>Be­tei­ligt euch am 1. Juni 2013 an den an­ti­fa­schis­ti­schen Ak­tio­nen in Wolfs­burg damit wir den Na­zi­auf­marsch ge­mein­sam ver­hin­dern!</p><p>DE­MONS­TRIE­REN! – STÖ­REN! – BLO­CKIE­REN! – VER­HIN­DERN!</p><p>„Deut­sche Zu­kunft“? Bleib mir vom Leib damit!</p><p>Hin­ter der Pa­ro­le einer deut­schen Zu­kunft steckt deut­sche Ver­gan­gen­heit. „Deutsch­land den Deut­schen“ steht in di­rek­ter Tra­di­ti­on der Blut- und Bo­den­ideo­lo­gie des deut­schen Fa­schis­mus und das Ge­re­de von „Über­frem­dung“ sug­ge­riert, es gebe eine eth­nisch-kul­tu­rell ho­mo­ge­ne Ge­mein­schaft, die es vor An­grif­fen von außen zu schüt­zen gelte. Diese Kon­struk­ti­on einer bio­lo­gisch de­ter­mi­nier­ten Schick­sals­ge­mein­schaft führt zur ge­walt­tä­ti­gen Aus­gren­zung und Er­mor­dung derer, die nicht in ihr ras­sis­ti­sches und männ­lich­keits­ori­en­tier­tes Welt­bild pas­sen.</p><p>Mit dem Auf­marsch in Wolfs­burg wol­len und kön­nen die Nazis auch an ras­sis­ti­sche Ein­stel­lun­gen der Mehr­heits­ge­sell­schaft an­knüp­fen: Große Schnitt­men­gen zeig­te zu­letzt eine Stu­die der Fried­rich-Ebert-Stif­tung auf, wo­nach ein Vier­tel der Deut­schen ras­sis­ti­sche Auf­fas­sun­gen ver­tre­ten. Als selbst er­nann­tes Sprach­rohr für das, was alle den­ken, sich aber nie­mand traue aus­zu­spre­chen, trat SPD-Mit­glied Thilo Sar­ra­zin auf, der pro­pa­gier­te, Deut­sche könn­ten zu einer Min­der­heit wer­den, und Deutsch­lands Gren­zen am liebs­ten dicht ma­chen würde. Dabei be­dient er sich neben kul­tur­ras­sis­ti­schen Ar­gu­men­ten auch kru­der Bio­lo­gis­men, wenn er be­haup­tet, Mi­gran­tIn­nen seien eine „ge­ne­ti­sche Be­las­tung“. Auch CSU-Mi­nis­ter­prä­si­dent Horst See­ho­fer hätte es nicht deut­li­cher sagen kön­nen, als er mit der Äu­ße­rung, er werde sich „bis zur letz­ten Pa­tro­ne gegen eine Zu­wan­de­rung in die deut­sche So­zi­al­sys­te­me sträu­ben“, auf Stim­men­fang ging.</p><p>Staat und Fa­schis­ten Hand in Hand</p><p>Wenn über Nazis ge­spro­chen wird, sagen viele, dass die sich von al­lei­ne er­le­di­gen wer­den, wenn sie kei­ner be­ach­tet. Was dabei her­aus­kommt, wenn Nazis auf Teu­fel komm raus igno­riert wer­den, wurde uns erst im No­vem­ber 2011 wie­der blu­tig vor Augen ge­führt. Über 10 Jahre konn­te eine be­waff­ne­te Un­ter­grund­grup­pe, die sich selbst als „Na­tio­nal­so­zia­lis­ti­scher Un­ter­grund“ (NSU) be­zeich­ne­te, unter den Augen der Be­hör­den zahl­rei­che Morde, An­schlä­ge und Bank­über­fäl­le be­ge­hen. Die Po­li­zei, Po­li­tik und Me­di­en waren sich sehr schnell einig, dass sich hin­ter den Mor­den „aus­län­di­sche, kri­mi­nel­le“ Ma­chen­schaf­ten ver­ber­gen wür­den und prä­sen­tier­ten der Öf­fent­lich­keit die so­ge­nann­ten „Dö­ner­mor­de“. Kaum je­mand, außer den Freun­dIn­nen und An­ge­hö­ri­gen der Mordop­fer, schien die Er­klä­run­gen für die Morde an­zu­zwei­feln, ge­schwei­ge denn, Nazis als Mör­der über­haupt in Be­tracht zu zie­hen. Noch 2008 ließ der da­ma­li­ge nie­der­säch­si­sche In­nen­mi­nis­ter Uwe Schü­ne­mann nach di­ver­sen Waf­fen­fun­den in Süd­nie­der­sach­sen ver­lau­ten, Nazis hätte nur eine Af­fi­ni­tät zu Waf­fen, sie wür­den sie aber nicht ein­set­zen, wes­halb auch keine Ge­fahr von ihnen aus­ge­he.</p><p>Seit Auf­nah­me der Ar­beit der „Un­ter­su­chungs­kom­mis­sio­nen“ wer­den immer wie­der ent­spre­chen­de Akten durch den Ver­fas­sungs­schutz ge­schred­dert – an­geb­lich jedes Mal aus Ver­se­hen. Man muss schon ver­dammt viel guten Wil­len, bes­ser ge­sagt Nai­vi­tät, auf­brin­gen, um bei all den an­geb­li­chen „Pan­nen“, “Un­ge­reimt­hei­ten“, „Kom­mu­ni­ka­ti­ons­schwie­rig­kei­ten“ und „struk­tu­rel­len Pro­ble­men“ das Ge­fa­sel von „Ver­se­hen“ noch zu glau­ben. Viel­mehr spricht alles dafür, dass we­nigs­tens Teile der Ge­heim­diens­te und der Po­li­zei­be­hör­den aktiv den Ter­ror des NSU ver­tuscht, ge­schützt und ge­stützt haben.</p><p>Die Un­ter­stüt­zung von Nazis hat bei den deut­schen Ge­heim­diens­ten be­reits eine lange Tra­di­ti­on. Nach dem zwei­ten Welt­krieg wur­den diese mit maß­geb­li­cher Be­tei­li­gung von Na­zi­funk­tio­nä­ren auf­ge­baut. Es ist nicht das erste Mal, dass west­li­che Ge­heim­diens­te Nazis mit Waf­fen ver­sor­gen. Ab den 1950er Jah­ren bis zum Ende der So­wjet­uni­on fi­nan­zier­ten und bil­de­ten west­eu­ro­päi­sche Ge­heim­diens­te und die CIA pa­ra­mi­li­tä­ri­sche Na­zi­ein­hei­ten aus, die bei einem po­ten­zi­el­len Krieg gegen die So­wjet­uni­on Ter­ror und Sa­bo­ta­ge­ak­te ver­üben soll­ten. Nach ihrem ita­lie­ni­schem Ab­le­ger wird diese Or­ga­ni­sa­ti­on seit ihrer Auf­de­ckung in den 1990er Jah­ren „Gla­dio“ ge­nannt. Der Fall NSU ist also kei­nes­wegs ein Ver­sa­gen, son­dern Aus­druck der Kon­ti­nui­tät in­ner­halb die­ser In­sti­tu­ti­on. Aus den per­so­nel­len und ideo­lo­gi­schen Über­schnei­dun­gen er­gibt sich bis heute ihre kon­se­quen­te Ver­fol­gung lin­ker Struk­tu­ren bei gleich­zei­ti­ger Un­ter­stüt­zung fa­schis­ti­scher Ter­ror­grup­pen.</p><p>Mit ak­tu­el­len „Bil­dungs­an­ge­bo­ten“, Aus­stel­lun­gen und Ver­an­stal­tun­gen an Schu­len, Rat­häu­sern oder in an­de­ren ge­sell­schaft­li­chen Be­rei­chen ver­sucht der Ver­fas­sungs­schutz, mit ideo­lo­gi­scher Rü­cken­de­ckung aus den Rei­hen der schwarz-gel­ben Re­gie­rungs­ko­ali­ti­on, in der Öf­fent­lich­keit die so­ge­nann­te Ex­tre­mis­mus­theo­rie als das Maß der Dinge durch­zu­set­zen. Eben jene, die für Krieg, Na­zi­ter­ror, Ab­schie­bun­gen und der­glei­chen die ge­setz­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen be­reit­stel­len, bas­teln sich eine ge­sell­schaft­li­che Mitte (in der sie selbst ste­hen) und einen darum her­um­lau­fen­den Rand. Je nach ge­sell­schaft­li­chen Kräf­te­ver­hält­nis­sen, wird dann mal dies oder dann mal das als „links­ex­trem“, „rechts­ex­trem“ oder als „aus­län­di­scher Ex­tre­mis­mus“ ver­kauft – auf jeden Fall wird es als nicht zur „Mitte“ ge­hö­rend dar­ge­stellt und ist ent­spre­chen­der ge­sell­schaft­li­cher Äch­tung bzw. staat­li­cher Re­pres­si­on aus­ge­setzt. So wird das Be­kennt­nis zu einem an­ti­fa­schis­ti­schen Selbst­ver­ständ­nis und die Be­tei­li­gung an Blo­cka­den be­reits als „links­ex­trem“ dif­fa­miert und durch den Staat kri­mi­na­li­siert.</p><p>Un­se­re Po­li­tik endet nicht mit dem Kampf gegen Na­zi­auf­mär­sche. Uns geht es nicht aus­schließ­lich darum, der NPD oder an­de­ren Na­zi­grup­pen ent­ge­gen­zu­tre­ten, son­dern sich jedem ras­sis­ti­schen und na­tio­na­lis­ti­schem Den­ken und Han­deln zu wi­der­set­zen – egal wo und wie es sich zeigt. Neben der Not­wen­dig­keit, den Nazis das Leben so schwer wie mög­lich zu ma­chen, gilt es auch, die Ur­sa­chen zu be­kämp­fen, die zur Ent­wick­lung re­ak­tio­nä­rer Ein­stel­lun­gen füh­ren. Dafür ist es wich­tig, die Per­spek­ti­ve einer eman­zi­pa­to­ri­schen, fort­schritt­li­chen Ge­sell­schaft zu for­mu­lie­ren und vor­an­zu­trei­ben! Wir las­sen uns dabei weder von einem Staat ein­schüch­tern, der den Na­zi­ter­ror erst mög­lich macht, noch las­sen wir uns un­se­re Pro­test­for­men von die­sem Staat oder an­de­ren In­sti­tu­tio­nen dik­tie­ren! Ein “Ge­sicht zei­gen gegen Rechts”, eine “Meile der De­mo­kra­tie” mit Gril­len und Sau­fen gegen Rechts oder an­de­re sym­bo­li­sche Ak­tio­nen rei­chen uns nicht aus. Wir wol­len den di­rek­ten Wi­der­stand, der Fa­schis­ten und ihre Sym­pa­thi­san­ten an dem hin­dert, was sie ge­ra­de tun!</p><p>Für den 01.06.2013 in Wolfs­burg be­deu­tet das, dass wir dort sein wer­den, wo die Fa­schis­ten sind!

Der März wird heiß!

Der März wird heiß….

Die Absage des Trauermarsches am 30.03.2013 in Lübeck,  ist ein Zeichen, dass die Strukturen in Schleswig-Holstein so geschwächt sind, dass sie ihn aufgrund ihrer personellen Lage nicht mehr organisieren können.

Selbst wenn dies für uns ein Teilerfolg ist, so werden wir uns darauf nicht ausruhen. Die Neonazis werden immer wieder versuchen weitere Vernetzungen und Strukturen aufzubauen und Menschen durch ihre widerliche Ideologie zu vereinnahmen. Das heißt für uns weiterhin die gesellschaftlichen Missstände anzuprangern und Neonazis anzugreifen.

Auch in Eckernförde und anderswo werden wir uns weiterhin den Nazis entgegenstellen und Aktionen die sie vorhaben unmöglich machen!

Der März wird trotzdem heiß, offensiv und militant!
Für etwas Besseres als die Nation!
Neonazis angreifen!

Wir verbleiben in offener Feindschaft…