Naziaufmarsch am 12. Januar 2013 in Magdeburg verhindern

Am 12. und 19. Januar werden wieder über tausend Nazis durch Magdeburg marschieren um die Bombardierung von Magdeburg am 16. Januar 1945 für ihre geschichtsrevisionistischen Zwecke umzudeuten. Aufgrund mehrere Indizien wird davon ausgegangen dass die Nazis sich hauptsächlich auf den 12. Januar konzentrieren werden. Was 1998 auf dem Westfriedhof begann hat sich mittlerweile zu einem festen Termin im jährlichen Nazikalender entwickelt. 2012 marschierten über 1300 Nazis abgesperrt von einem marzialischem Bullenaufgebot und mehreren Reihen Hamburger Gittern durch die Stadt.

 

Im Gegensatz zu anderen Städten wurde der Aufmarsch, bis auf 2005, nicht verhindert.

Am Tag selbst ruft das Bündnis Magdeburg Nazifrei, unterstützt von einem breiten Spektrum, zu Massenblockaden ab 9 Uhr auf. Der AK Antifa mobilisiert zu einer linksradikalen Großdemo unter dem Motto „365 Tage Offensiv gegen Nazis und Rassismus“ ab 10:30 Uhr in der Julius-Bremer Straße. Julius Bremer Straße

Für mehr gute Musik im Handgemenge sorgt ab 12 Uhr Nazis wegbassen am Hauptbahnhof.

Für alle die sich schon am Vorabend in der Stadt befinden gibt es die eine linksradikale Vorabenddemo ab 18 Uhr am Hauptbahnhof. Vorher gibt es noch um 17 Uhr im Infoladen Magdeburg ein Warm Up mit den letzten Infos zum Naziaufmarsch.

 

| MobivideosMD-Nazifrei, 365TageOffensiv, & Graffiti-Action | Aufrufe: Vorabenddemo, MD Nazifrei, 365 Tage Offensiv, Hamburger Gruppen |

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| Aktuelle Infos von MD Nazifrei | Aktuelle Infos vom AK Antifa Magdeburg |

 

 

Aktionen im Vorfeld

Im Vorfeld des Naziaufmarsches wurden mehrere Nazis in Magdeburg geoutet [1 | 2] und am 24.12.2012 einen Angriff auf die Landesgeschäftsstelle der NPD Sachsen-Anhalt.

Aufgrund des skandalösen aber kaum anders zu erwarteten Urteils gegen den Bullen Schubert am 13.12.12 im Oury Jalloh Prozess wurde in der Nacht zum 18.12.12 das Landgericht rot markiert.

 

Repression im letzten Jahr

Nach mehreren erfolgreichen Störungen des Naziaufmarsches im letzten Jahr verfolgte die Polizei eine Spontandemonstration von Antifaschisten aus der Innenstadt zum Sozialen Zentrum Magdeburg. Am Sozialen Zentrum griff die Polizei die Demonstration mit Schlagstöcken an und versuchte in das Zentrum einzudringen, wurden aufgrund von massiver Gegenwehr zurückgeschlagen. Im Anschluss belagerte die Polizei mehrere Stunden das Zentrum.

Aufgrund der Vorfälle durchsuchte die Polizei am 6. September 2012 eine Wohnung im Zentrum und es gab mehrere Vorladungen in Berlin und Stuttgart.

 

Aufbau der neonazistischen Strukturen in Magdeburg.

Die Stadt Magdeburg hat in den 90ern maßgeblich zum Aufbau neonazistischer Strukturen beigetragen und hat dadurch auch eine Mitschuld an den mindestens 4 von Nazis ermordeten Menschen seit dem Ende der DDR.

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