24.01.2013 Farbanschlag auf Naziladen in Kiel Gaarden

Wir dokumentieren einen Beitrag der Antifa-Dithmarschen

Eine zersplitterte Scheibe und grüne Farbe an der Fassade verzieren seit dem 24.01.2013 den umstrittenen Laden am Vinetaplatz 3. Unbekannte sollen ein Weckglas mit grüner Farbe auf das Geschäft geworfen und dabei die Glasscheibe beschädigt und die Fassade verschmutzt haben. Siehe Foto:
image

Den Kieler Einwohnern ist das Geschäft mit dem rassistischen Namen “PLS-Werkzeuge” (PLS = Polenschlüssel) im Stadtteil Gaarden offensichtlich ein Dorn im Auge.
Der von einschlägig bekannten Neonazis organisierte Laden vertreibt seit vielen Jahren größtenteils Einbruchswerkzeuge und Waffen und zeigt scheinbar Verbindungen zu der Rockergang “Bandidos” auf.
Ahnungslose Konsumenten spielen den Neonazis auf diese Art und Weise Geld in die Tasche und fördern rechte Strukturentwicklungen. Anfang Dezember fand in Kiel Gaarden die Neueröffnung des An- und Verkauf – Ladens statt

Das Antifaschistische Rechercheportal “ La Quimera” klärt über die rechten Hintergründe der bisherigen Betreiber auf:

“Die Akteure
image

Peter Borchert in KutteBekannt als Betreiber von “PLS-Werkzeuge” sind bis jetzt drei Personen. Die wohl bekannteste Persönlichkeit, die mit dem neuen Geschäft in Kiel assoziiert wird, ist Peter Borchert. Nachdem mit ihm als Landesvorsitzendem zunächst die militanten Neonazi-Strukturen den Landesverband der NPD “übernahmen”, baute Borchert ab 2007/2008 maßgeblich Gruppierungen im Stil der “Autonomen Nationalisten” in Schleswig-Holstein mit auf, allen voran die “AG Kiel”. Diese trat bis in das Jahr 2010 vor allem durch militante Übergriffe verschiedenster Art in Erscheinung. Dieser Gruppierung können auch mutmaßlich die Schüsse auf die Alte Meierei zugeordnet werden image image.

image
Graffiti mit “Blood and Honour”- und “C18″-Schriftzug von

Borchert und seiner GruppeRelativ schnell ergaben sich auch personelle Überschneidungen der militanten neonazistischen Gruppierungen und den sogenannten “Outlaw Motorcycle Gangs” (OMG), allen voran den “Bandidos”. Schwerpunkt dieser losen Zusammenarbeit waren die Städte Kiel und Neumünster. Auch wenn beide Seiten (OMGs wie neonazistische Zusammenhänge) stets ihre Unabhängigkeit voneinander betonten, waren die starken Verbindungen nicht zu übersehen. Eine der zentralen Figuren dieser Integration neonazistischer Akteure in Rocker-Gangs, und damit auch in die organisierte Kriminalität, ist Peter Borchert. Neben diversen Übergriffen im politischen Kontext ist Borchert u.a. wegen eines
Tötungsdelikts, gefährlicher Körperverletzung und 16-fachen Waffenhandels vorbestraft image image,
was dazu führte, dass er ca. ein Drittel seines bisherigen Lebens in Haft verbracht hat. Aktuell verbüßt Borchert noch eine Haftstrafe, weil er zwei Mitglieder verfeindeter Rocker-Gruppierungen niedergestochen haben soll. Die Haftstrafe läuft im Jahr 2013 aus.

Politisch vertritt Peter Borchert den national-revolutionären Ansatz der “Autonomen Nationalisten”, vorbestraft ist er unter anderem auch im Zusammenhang mit militanten Aktivitäten des “Blood and Honour-Netzwerks” und dessen terroristischen Arms “Combat 18″.

image

Rascher Auszug Borcherts nach zahlreichen ProtestenMit dem Stadtteil Gaarden in Kiel verbindet Peter Borchert schon eine längere Geschichte. Borchert führte bereits mehrere Versuche durch, in dem Stadtteil Fuß zu fassen, unter anderem durch einen Umzug nach Gaarden und dem Aufbau einer neonazistischen Wohngemeinschaft. Diese Versuche scheiterten am Widerstand antifaschistischer Aktivist_innen image. Insofern könnte die Beteiligung Borcherts an dem neuen Geschäft in Gaarden durchaus eine persönliche Note für ihn haben.

Seine genaue Rolle in dem Geschäft ist aufgrund seiner andauernden Inhaftierung noch nicht absehbar. Allerdings stellt allein die Tatsache, dass er offen auf dem Schild des Ladens firmiert eine unverhohlene Provokation dar. Schließlich hat er im Laufe der Jahre diverse Anfeindungen in Kiel provoziert. Neben Konflikten mit Antifaschist_innen hat Borchert inzwischen vier Mitglieder der in Kiel dominant auftretenden “Hells Angels” und deren Unterstützergruppierungen niedergestochen. Also ist davon auszugehen, dass die Beteiligung Borcherts an dem Geschäft nicht nur der Knüpfung eines sozialen und finanziellen Netzes für die Zeit nach der Haft dient, sondern auch eine Kampfansage an seine bisherigen Gegner_innen darstellt.

Lars Bergest ist bislang spärlicher öffentlich in Erscheinung getreten, allerdings gilt dieser schon seit Jahren als ein Drahtzieher im “Blood and Honour-Netzwerk”. Der aus Ostholstein kommende Kader organisiert klandestin durchgeführte Rechtsrockkonzerte und pflegt gute Kontakte nach Skandinavien, vor allem nach Dänemark, wo er zwischenzeitlich lebte, und nach Schweden. So war er auch schon führend an schwedischen Demonstrationen mit neofaschistischen Inhalten beteiligt image. Auch besuchte er wiederholt andere neonazistische Aufmärsche, so diverse Male den jährlichen “Trauermarsch” in Lübeck und Rudolf-Heß-Gedenkveranstaltungen in Dänemark. Sein persönliches Umfeld besteht vor allem aus Neonazis aus Ostholstein, wodurch er auch den inzwischen in Neumünster wohnhaften Alexander Hardt kennt.

Seine Funktion in dem “Polenschlüssel”-Versand ist die Geschäftsführung, welche er schon kurz nach dessen Eröffnung im Jahr 2010 von Hardt übernahm image.

image

Alexander Hardt in KutteAlexander Walter Wilhelm Hardt stammt ursprünglich aus Ostholstein und wohnt inzwischen in Neumünster. Hardt ist den subkulturell geprägten neonazistischen Strukturen um den neumünsteraner “Club88″ und das “Blood and Honour-Netzwerk” zuzuordnen. Erstmals öffentlich bekannt wurde Hardt, als er wegen einer 2008 begangenen Schändung des jüdischen Friedhofs seiner damaligen Heimatstadt Neustadt i.H. angeklagt war. Zu dem Prozess begleiteten ihn bekannte Akteure der Rechtsrock-Szene, so Lars Bergeest und Marko Eckert, Sänger der neonazistischen Band “Words of Anger”. In der Folge fiel Alexander Hardt wiederholt durch Vergehen mit eindeutigen politischen Bezügen auf. So hat er das Booklet der verbotenen CD “Geheime Reichssache” der Band “Kommando Freisler” gestaltet. In dem Booklet sind unter anderem Hakenkreuze abgebildet und es wird auf der CD zu einer Neuauflage der Shoa aufgerufen. Auch für diese Vorgänge in Rahmen des “Blood And Honour”-Projekts “Kommando Freisler” fand sich Hardt vor Gericht wieder image.

In den letzten Jahren ließ der politische Aktionismus von Hardt zugunsten seines Engagements bei den “Bandidos” etwas nach. Allerdings ist der Kampfsportler Hardt immer noch eng mit der neonazistischen Szene verknüpft. So trainiert er in Neumünster in der unter Neonazis beliebten Kampfsportschule “Athletik Klub Ultra”, bewegt sich im Umfeld des “Club88″ und veröffentlicht auf dem Portal der “Freien Szene”, “Mein-SH”. Auch trägt er immer noch politische Konflikte aus, die zum Teil zu Prozessen führen, wie dem gegen Angelika Beer image.

Alexander Hardt ist Gründer des “Polenschlüssel”-Versands und auch Inhaber der Domains. In dem alltäglichen Geschäft scheint er vor allem die Betreuung des Ladengeschäfts in Kiel übernommen zu haben, wo er als Verkäufer auftritt.”

Als wenn das noch nicht genug wäre, wird bei einem kurzen Blick in die Online-Agitation des unscheinbaren Ladens so einiges deutlich:

Das alte Impressum lief über den bereits mehrfach in Erscheinung getretenen Neonazi Lars Bergeest:

“Noldestraße 18
24539 Neumünster
Ihr Ansprechpartner: Herr Bergeest
Mobil: +49 / (0)4321 3343786”

Im neuen Impressum tritt mittlerweile Karsten Mohr als Geschäftsführer und Vertretungsberechtigter auf:

“www.pls-werkzeuge.de
Vinetaplatz 3
24143 Kiel, Deutschland
Ihr Ansprechpartner: Herr Mohr
Tel.: 0431 / 59298852
Email: info@polenschluessel.de”

Auf Ebay vertreibt “PLS-Werkzeuge” unter dem Benutzernamen “vinetaplatz neben anderen Produkten auch Wehrmachts- Accesoires, Bandidos- Merchandise und Waffen. Auch hier decken sich die Kontaltinformationen mit dem An- und Verkauf – Laden am Vinetaplatz.

“An und Verkauf
Vinetaplatz 3
24143 Kiel
karsten-neumuenster@web.de”

Unter der Rubrik “Anwendungsvideos” auf der Webseite des Ladens werden mehrere Einbruchswerkzeuge präsentiert. Auf Youtube wird unter dem Benutzernamen “testosteron1980” kein Hehl aus der ideologischen Gesinnung gemacht. Unter den Rubriken “Positive Bewertungen” und “Feeds” finden sich mehrere Videos mit rassistischer Hetze, NPD-Propaganda und Nazimusik.

Es gibt offensichtlich genug Gründe, diesen Nazi-Laden aus dem Kieler Stadtbild zu verbannen. Allmählich dürfte auch den Betreibern klar werden, dass das Geschäft keinen leichte Zeit in Kiel haben wird.

Siehe auch:

28.10.2013 Videobeitrag des NDR: Verfassungsschutz beobachtet Nazi-Laden in Kiel

25.01.2013 Autonomen Antifa-Koordination Kiel: Von Neonazis betriebenes Ladengeschäft “PLS-Werkzeuge” in Kiel-Gaarden sorgt für Aufsehen

17.01.2013 Antifaschistisches Rechercheportal “La Quimera”: Neuer Neonazi-Laden in Kiel?

24.01.2013 KN: Farbanschlag auf Verkaufsladen
22.01.2013 KN: Neonazis mischen bei Rockern mit

24.06.2010 Antifa NMS: Hardt gibt Zustaendigkeit für so genannte Polenschluessel ab
28.10.2009 SHZ: Bandidos-Rocker vertreibt “Polenschlüssel”
24.10.2009 Antifa NMS: „Polenschlüssel“ aus dem Club 88

++27.01.1945++

Am 27. Januar 1945 wurde das KZ Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee befreit. Wir gedenken heute der Opfer des Nationalsozialismus. »Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.«

 

420434_348128358558827_412164176_n

Um das Thema erneut aufzugreifen:

In Eckernförde kam es in den letzten zwei Wochen vermehrt zu rechtsextremen Schmierereien. Die Parolen an der Wand des „Herrenausstatters an der Schlei“ sind nicht die einzigen Graffities der unbekannten Täter. Uns sind in den letzten Tagen immer mehr Graffities aufgefallen. Unteranderem Sprüche wie „Odin statt Jesus“ sind an einem Penny-Markt, an der Ladenrückseite, vorzufinden. Außerdem „Anti-Antifa – White Power“ Parolen in der Innenstadt.

Hafenstraße’96 | Nichts & Niemand ist vergessen!

Hafenstraße1996-560x244

18. Januar 1996: Brandanschlag in der Lübecker Hafenstraße

In der Nacht des 18. Januar 1996 brannte das Asylbewerberheim in der Hafenstraße 52 in Lübeck. 10 Menschen starben, 38 wurden zum Teil schwer verletzt. Noch in der Tatnacht wurden vier Neonazis aus Grevesmühlen und Umgebung festgenommen, die zum Zeitpunkt des Brandes in der Nähe des Hauses in der Hafenstraße waren und von denen drei zudem frische Brandspuren aufwiesen.

Damit schien der Lübecker Brandanschlag einen Höhepunkt der seit der Wiedervereinigung grassierenden neonazistischen Gewalt in Deutschland darzustellen. Die Pogrome von Hoyerswerda und Rostock-Lichtenhagen sowie bundesweite Brandanschläge wie 1992 auf ein von türkischen Menschen bewohnten Haus in Mölln, bei dem drei Menschen ermordet wurden, zeichneten solcherlei Gewalteskalationen schon vorher ab. Auch hatte es in Lübeck zuvor bereits zwei Brandanschläge auf die Synagoge gegeben.

Termine:

  • 12.01. | Infotisch | ab 12 Uhr | Innenstadt, Breite Straße
  • 18.01. | Offizieles Gedenken an die Opfer des Brandanschlages | 14 Uhr | Hafenstraße
  • 18.01. bis 01.02. | Ausstellung “Brandanschlag Hafenstraße 1996″ | Café Brazil, Walli | Öffnungszeiten richten sich nach dem Brazilkollektiv

    Weiterlesen

1.Mai Naziaufmarsch verhindern! (S-H)

Wir zitieren einen Artikel von de.indymedia.org.

Neonazis aus der NPD-Schleswig-Holstein möchten am 1.Mai 2013 in Elmshorn einen Aufmarsch machen.
Wie aus internen Kreisen verlautet, ist von der NPD für den 1.Mai ein Naziaufmarsch in Elmshorn geplant.

Schon am 1. Mai 2012 wollten Neonazis, zur Landtagswahl in Schleswig-Holstein aufmarschieren. Dieser Aufmarsch in Neumünster konnte durch antifaschistischen Widerstand und durch das Unvermögen der NPD-Schleswig-Holstein verhindert werden.

Am 29.9. 2012 hat die NPD in Elmshorn versucht eine Kundgebung abzuhalten, auch diese konnte durch antifaschistischen Widerstand
verhindert werden.

1.Mai Neumünster wiederholen, in Elmshorn gibt es für Nazis nix zu holen!

Solidarität ist unsere stärkste Waffe! Morgen, ab 18 Uhr, Soli-Demo für Tim in Dresden!

theyfallbanner

Am Mittwoch fällte Richter Hans Hlavka vom Amtsgericht Dresden ein weiteres der sich fast schon nahtlos aneinander reihenden Skandalurteile der Dresdner Justiz. Tim, Antifaschist, Familienvater mit festem Job, LINKER und Blockierer vom Februar 2011 wurde zu 22 Monaten Gefängnis ohne Bewährung verurteilt, angeblich, weil er durch sein Schweigen im Prozess eine negative Gefahrenprognose anzunehmen sei. Als Begründung für eine Verurteilung wegen Landfriedensbruch, Körperverletzung und Beleidigung reichte dem Richter eine verpixelte Polizeifilmaufnahme, ein Megaphon in der Hand, der Ausspruch „alle nach vorn“ und die vermeintlich abschreckende Wirkung des Urteils. Dresden habe Ausschreitungen im Februar „satt“ und damit müsse endlich „Schluss sein“. Tim wurde also zur Abschreckung für angebliche zukünftige Gewalttaten verurteilt.

Weiterlesen

Neue Nazischmierereien in Eckernförde

Auf der Rückseite der Ritterburg in der Kieler Straße, wurden am Wochenende vom 11.1-13.1 2013 mehrere Neofaschistische Sprüche an die Wand gemalt.
Die Art und die Rechtschreibfehler in den Sprüchen deuten auf einen bekannten Neonazi hin, der schon mehrmals solche Schmierereien in Eckernförde angebracht hat.
Laut der Eckernförder Zeitung ermittelt nun das Landeskriminalamt in diesem Fall.
Die Frage die wir uns nun stellen ist, warum erst jetzt ermittelt wird und warum die Eckernförder Zeitung nun das erste mal über Neofaschistisches Treiben in Eckernförde berichtet.
Übergriffe von Neonazis in Eckernförde werden, wenn davon berichtet wird oder in der Politik angesprochen werden, als Streit unter Jugendlichen herunter gespielt und nicht als
politisch motivierte Straftaten angesehen.

23-50593847

Wir als Antifaschisten aus Eckernförde sehen es auf keinen Fall so, dass solche Sachen heruntergespielt, ignoriert, oder gar vertuscht werden.

Die Affäre um die NSU und den Thüringer Verfassungsschutz hat gezeigt, wie aktuell die Problematik des Rechtsextremismus ist und wie wichtig antifaschistisches
Engagement auf allen Ebenen ist.
Die einzige bleibende Perspektive ist offensiv gegen die Umtriebe der Neonazis vorzugehen und ihnen entschieden entgegenzutreten.

PM: Nach Antifa-Aktionen in Magdeburg – Naziangriff in Burg!

Pressemitteilung (Burg, 13. Januar 2013): Nach antifaschistischen Aktionen in Magdeburg – Naziangriff auf AntifaschistInnen in Burg.

In den Abendstunden des 12. Januar 2013 kam es in Burg (Sachsen-Anhalt) zu einem Übergriff durch mehrere Neonazis und rechten Hooligans auf eine kleine Gruppe von Antifaschistinnen und Antifaschisten. Die Angreifer flüchteten anschließend mit Autos. Einige der Angegriffenen wurden verletzt und mussten ambulant behandelt werden.

Nachdem die antifaschistischen Aktionen gegen den Nazigroßaufmarsch am 12. Januar 2013 in Magdeburg beendet wurden, reiste eine größere Gruppe von Antifaschistinnen und Antifaschisten zurück nach Burg. Am Zielbahnhof angekommen, sahen sie bereits ein Auto eines bekannten Neonazis aus dem Jerichower Land. Das Fahrzeug entfernte sich allerdings. Kurze Zeit später griffen in der August-Bebel-Straße/Ecke Gorkistraße etwa 20-25 Neonazis und Mitglieder der ehemaligen „Blue White Street Elite“ (BWSE) eine kleine Gruppe von AntifaschistInnen an. Dabei stürmten die Angreifer mit den Rufen „Kommt her ihr scheiß Zecken!“ auf die kleine Gruppe zu und schlugen und traten auf die Personen ein. Die Angreifer, die zum Teil namentlich bekannt sind, eilten wenig später in Richtung Gorkistraße, wo sie in mehreren Autos die Flucht antraten. Bereits vor wenigen Wochen kam es in der Bahnhofstraße in Burg zu einem ähnlichen Angriff durch zum Teil gleichen Personen.

Mia Sommer, Pressesprecherin der Antifaschistischen Aktion Burg [AAB] erklärt dazu: „Wenn die Polizei erst mit Wasserwerfern, Pfefferspray und massiver Gewalt gegen alle Menschen vorgeht, die sich den Nazis in Magdeburg in den Weg stellen wollen und dazu noch eine Zwischenkundgebung vor dem „Libertären Zentrum“ möglich macht, ist es kein Wunder, dass sich die Neonazis ermutigt fühlten, im Anschluss an den Aufmarsch noch weitere Aktionen wie den Übergriff in Burg durchzuführen.“

Dieser erneute Angriff unterstreicht die Wichtigkeit unserer Forderung, auf die wir schon am vergangen Freitag, dem 11. Januar 2013 mit der Demonstration „Staat und Nazis – Hand in Hand! Organisiert den Widerstand!“ aufmerksam gemacht haben: Die Organisierung eines wirkungsvollen antifaschistischen Selbstschutzes sowie einer linken und klassenkämpferischen Politik, die den Kampf gegen die Ausbeutungs- und Unterdrückungsverhältnisse auf die Tagesordnung setzt.

Quelle: http://burg.blogsport.de