Wismar – Naziaufmarsch verhindern!

Wismar – Naziaufmarsch verhindern!

 

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Gefunden auf ino.blogsport.de

 

Am 20. Ok­to­ber will die Ju­gend­or­ga­ni­sa­ti­on der neo­fa­schis­ti­schen NPD – die Jun­gen Na­tio­nal­de­mo­kra­t_In­nen (JN) – durch die Han­se­stadt Wis­mar mar­schie­ren. Nur we­ni­ge Tage nach Be­kannt­wer­den des Auf­mar­sches kün­dig­ten sich die ers­ten Ge­gen­pro­tes­te an.

Horst Krum­pen, Vor­sit­zen­der des Netz­wer­kes für De­mo­kra­tie und Mensch­lich­keit, spricht sich ge­gen­über der Ost­see Zei­tung für die Teil­nah­me an der Ge­gen­de­mons­tra­ti­on aus: „Ich emp­feh­le, auf die Stra­ße zu gehen und Ge­sicht zu zei­gen. Das ist der rich­ti­ge Weg.“ Das Netz­werk für De­mo­kra­tie, Mensch­lich­keit und To­le­ranz ist ein über­par­tei­li­cher Zu­sam­men­schluss von Ein­zel­per­so­nen, Par­tei­en, In­itia­ti­ven und Kirch­ge­mein­den in Wis­mar und Nord­west­meck­len­burg.

Die Ge­gen­de­mons­tra­ti­on hat mitt­ler Weile Bar­ba­ra Bor­chardt (MdL, DIE LINKE) an­ge­mel­det. „Es ist wich­tig, Flag­ge gegen rechts zu zei­gen und denen nicht die Stra­ße zu über­las­sen“, sagte Bor­chardt auf Nach­fra­ge der OZ. Bor­chardt gilt als eine der pro­gres­sivs­ten Köpfe der LIN­KEN in MV. Schon in der Ver­gan­gen­heit hat sie meh­re­re De­mons­tra­tio­nen er­folg­reich an­ge­mel­det.

Auch die Jusos haben be­reits an­ge­kün­digt, sich an den Pro­tes­ten zu be­tei­li­gen. Der Wunsch nach einem brei­ten Bünd­nis aus Par­tei­en, An­ti­fa-​Grup­pen, Ge­werk­schaf­ten und an­de­ren Or­ga­ni­sa­tio­nen ist groß. Selbst die FDP will mensch mit ins Boot holen. Das ist gar nicht so ab­we­gig, Horst Krum­pen war selbst lange Jahre ak­ti­ves Mit­glied der FDP. Der Kreis­vor­sit­zen­de der FDP, René Domke, si­gna­li­sier­te be­reits Zu­stim­mung, für ihn ist al­ler­dings ein „dee­s­ka­lie­ren­des Han­deln“ wich­tig. Was das genau be­deu­tet, kann mensch sich er­ah­nen. Eine Blo­cka­de der Na­zi­rou­te wird es mit den Ver­tre­ter_In­nen der Mö­ven­pick-​Par­tei also nicht geben und so muss sich die Zweck­mä­ßig­keit einer Zu­sam­men­ar­beit mit neo­li­be­ra­le Par­tei­en schon zu Be­ginn der Vor­be­rei­tun­gen ge­stellt wer­den. Auch die „Crist­de­mo­kra­t_In­nen“ in Wis­mar wol­len sich „dar­über un­ter­hal­ten“, wie mensch re­agiert, wenn klar ist, was genau ge­plant ist.

So lo­bens­wert und not­wen­dig brei­te ge­sell­schaft­li­che Bünd­nis­se im Kampf gegen Rechts sind, soll­te mensch nie­mals die Ur­sa­chen für ras­sis­ti­sches und na­tio­na­lis­ti­sches Ge­dan­ken­gut aus den Augen ver­lie­ren. Die Po­li­tik der neo­li­be­ra­len Par­tei­en und auch der LIN­KEN haben na­zis­ti­sches Ge­dan­ken­gut in der Ver­gan­gen­heit ge­för­dert oder es über­haupt erst er­mög­licht.

Neben bür­ger­li­chen Grup­pie­run­gen mo­bi­li­siert das links­ra­di­ka­le „Kein Leben ohne Frei­heit – NPD und JN be­kämp­fen“ zu Ge­gen­pro­tes­ten. Das Bünd­nis kün­dig­te be­reits an, „un­se­ren Pro­test gegen die JN, die NPD und ihre men­schen­ver­ach­ten­de und po­pu­lis­ti­sche ,Volks­tod‘-​Kam­pa­gne in einer an­ti­fa­schis­ti­schen De­mons­tra­ti­on auf die Stra­ße zu tra­gen“, so der Pres­se­spre­cher Peter Wein­rich.

Ins­ge­samt will die JN am 20. Ok­to­ber 300 Neo­na­zis nach Wis­mar holen. Der Bun­des­ver­band der NPD um­fasst nach Ein­schät­zung des „Ver­fas­sungs­schut­zes“ 2011 ge­ra­de ein­mal 350 Mit­glie­der. Zwar sind In­for­ma­tio­nen des „Ver­fas­sungs­schut­zes“ nicht erst seit dem Be­kannt­wer­den der neo­fa­schis­ti­schen Ter­ror­grup­pe „Na­tio­nal­so­zia­lis­ti­scher Un­ter­grund“ (NSU) zwei­fel­haft, tat­säch­lich dürf­te es für die JN ohne Un­ter­stüt­zung durch die hie­si­ge Na­zi-​Ka­me­rad­schafts­sze­ne schwer wer­den, die an­ge­peil­ten 300 Teil­neh­mer_In­nen­zahl zu er­rei­chen.

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