03.10. | Deutschland von der Karte streichen!”

Am 3. Oktober wird das größte deutsche Volksfest, der „Tag der deutschen Einheit“, nun mehr zum 22. mal kollektivistisch zelebriert, bei dem sich ein Großteil der Einheitsfeierlichkeiten dieses Jahr auf München konzentriert. Bei dem Abfeiern des völkisch-deutschen Nationalkonstrukts aus Glaube, Ethnie und Sprache kristallisiert sich neben der (teils) Selbstdefinition als „Aufarbeitungsweltmeister“und der damit verbunden Relativierung der deutschen Verbrechen, auch jährlich die Identitätsstörung, welche ein Groß der EinwohnerInnen der Republik nach Innen tragen, heraus. Eine Kritik des national-ideologischen Zugehörigkeitsfestes muss also unserer Meinung nach zwingend mit einer Kritik des spezifisch deutschen Nationalismus an sich einhergehen.In diesem Sinne rufen wir mit der Gruppe “Basta! – Linke Jugend” zusammen dazu auf, am 3. Oktober zahlreich zu der regionalen Gegendemonstration zu erscheinen, alle eure Freund_innen mitzubringen und gegen den „Tag der deutschen Einheit“ zu mobilisieren.

Deutschland von der Karte streichen!
Deutsche Kontinuitäten offenlegen, kritisieren und bekämpfen.

Emanzipatorische Linke Lübeck
Basta! – Linke Jugend

—–>Demonstration 03.10. | 15 Uhr | Parkplatz vor der MuK, Willy-Brandt-Allee, Lübeck  <—-

Wismar – Naziaufmarsch verhindern!

Wismar – Naziaufmarsch verhindern!

 

**Es werden sich sicher noch Änderungen ergeben, deswegen checkt immer mal wieder die Homepage auf Aktualisierungen!**

Gefunden auf ino.blogsport.de

 

Am 20. Ok­to­ber will die Ju­gend­or­ga­ni­sa­ti­on der neo­fa­schis­ti­schen NPD – die Jun­gen Na­tio­nal­de­mo­kra­t_In­nen (JN) – durch die Han­se­stadt Wis­mar mar­schie­ren. Nur we­ni­ge Tage nach Be­kannt­wer­den des Auf­mar­sches kün­dig­ten sich die ers­ten Ge­gen­pro­tes­te an.

Horst Krum­pen, Vor­sit­zen­der des Netz­wer­kes für De­mo­kra­tie und Mensch­lich­keit, spricht sich ge­gen­über der Ost­see Zei­tung für die Teil­nah­me an der Ge­gen­de­mons­tra­ti­on aus: „Ich emp­feh­le, auf die Stra­ße zu gehen und Ge­sicht zu zei­gen. Das ist der rich­ti­ge Weg.“ Das Netz­werk für De­mo­kra­tie, Mensch­lich­keit und To­le­ranz ist ein über­par­tei­li­cher Zu­sam­men­schluss von Ein­zel­per­so­nen, Par­tei­en, In­itia­ti­ven und Kirch­ge­mein­den in Wis­mar und Nord­west­meck­len­burg.

Die Ge­gen­de­mons­tra­ti­on hat mitt­ler Weile Bar­ba­ra Bor­chardt (MdL, DIE LINKE) an­ge­mel­det. „Es ist wich­tig, Flag­ge gegen rechts zu zei­gen und denen nicht die Stra­ße zu über­las­sen“, sagte Bor­chardt auf Nach­fra­ge der OZ. Bor­chardt gilt als eine der pro­gres­sivs­ten Köpfe der LIN­KEN in MV. Schon in der Ver­gan­gen­heit hat sie meh­re­re De­mons­tra­tio­nen er­folg­reich an­ge­mel­det.

Auch die Jusos haben be­reits an­ge­kün­digt, sich an den Pro­tes­ten zu be­tei­li­gen. Der Wunsch nach einem brei­ten Bünd­nis aus Par­tei­en, An­ti­fa-​Grup­pen, Ge­werk­schaf­ten und an­de­ren Or­ga­ni­sa­tio­nen ist groß. Selbst die FDP will mensch mit ins Boot holen. Das ist gar nicht so ab­we­gig, Horst Krum­pen war selbst lange Jahre ak­ti­ves Mit­glied der FDP. Der Kreis­vor­sit­zen­de der FDP, René Domke, si­gna­li­sier­te be­reits Zu­stim­mung, für ihn ist al­ler­dings ein „dee­s­ka­lie­ren­des Han­deln“ wich­tig. Was das genau be­deu­tet, kann mensch sich er­ah­nen. Eine Blo­cka­de der Na­zi­rou­te wird es mit den Ver­tre­ter_In­nen der Mö­ven­pick-​Par­tei also nicht geben und so muss sich die Zweck­mä­ßig­keit einer Zu­sam­men­ar­beit mit neo­li­be­ra­le Par­tei­en schon zu Be­ginn der Vor­be­rei­tun­gen ge­stellt wer­den. Auch die „Crist­de­mo­kra­t_In­nen“ in Wis­mar wol­len sich „dar­über un­ter­hal­ten“, wie mensch re­agiert, wenn klar ist, was genau ge­plant ist.

So lo­bens­wert und not­wen­dig brei­te ge­sell­schaft­li­che Bünd­nis­se im Kampf gegen Rechts sind, soll­te mensch nie­mals die Ur­sa­chen für ras­sis­ti­sches und na­tio­na­lis­ti­sches Ge­dan­ken­gut aus den Augen ver­lie­ren. Die Po­li­tik der neo­li­be­ra­len Par­tei­en und auch der LIN­KEN haben na­zis­ti­sches Ge­dan­ken­gut in der Ver­gan­gen­heit ge­för­dert oder es über­haupt erst er­mög­licht.

Neben bür­ger­li­chen Grup­pie­run­gen mo­bi­li­siert das links­ra­di­ka­le „Kein Leben ohne Frei­heit – NPD und JN be­kämp­fen“ zu Ge­gen­pro­tes­ten. Das Bünd­nis kün­dig­te be­reits an, „un­se­ren Pro­test gegen die JN, die NPD und ihre men­schen­ver­ach­ten­de und po­pu­lis­ti­sche ,Volks­tod‘-​Kam­pa­gne in einer an­ti­fa­schis­ti­schen De­mons­tra­ti­on auf die Stra­ße zu tra­gen“, so der Pres­se­spre­cher Peter Wein­rich.

Ins­ge­samt will die JN am 20. Ok­to­ber 300 Neo­na­zis nach Wis­mar holen. Der Bun­des­ver­band der NPD um­fasst nach Ein­schät­zung des „Ver­fas­sungs­schut­zes“ 2011 ge­ra­de ein­mal 350 Mit­glie­der. Zwar sind In­for­ma­tio­nen des „Ver­fas­sungs­schut­zes“ nicht erst seit dem Be­kannt­wer­den der neo­fa­schis­ti­schen Ter­ror­grup­pe „Na­tio­nal­so­zia­lis­ti­scher Un­ter­grund“ (NSU) zwei­fel­haft, tat­säch­lich dürf­te es für die JN ohne Un­ter­stüt­zung durch die hie­si­ge Na­zi-​Ka­me­rad­schafts­sze­ne schwer wer­den, die an­ge­peil­ten 300 Teil­neh­mer_In­nen­zahl zu er­rei­chen.

Aktionstag und Solidaritätsdemo am 22.09.2012 in Kiel

Weltweit sind ca. 43 Mio Meschen auf der Flucht, nur etwa 15 – 20 % von ihnen versuchen nach Europa zu kommen. Aus vielen Gründen werden Menschen gezwungen ihre Heimat zu verlassen. Fluchursachen sind: Armut, Hunger, politische oder religiöse Verfolgung, Klimakatastrophen, Krieg und Bürgerkrieg und geschlechtsspezifische Verfolgung.

Europa versucht die Einreise zu verhindern. Fluchtwege, besonders über Meere, sind oft gefährlich und es kommt regelmäßig zu Katastrophen mit Todesfolge. Über 1000 tote Flüchtlinge gab es 2011 im Mittelmeer. Hinzukommt, dass sich Europa gegenüber Flüchtlingen militärisch abschottet. Hierbei spielt die Europäische Grenzschutz-Agentur Frontex eine wichtige Rolle. Zum größten Teil beschäftigt sich Frontex mit den Aufgaben von Rückführungsmaßnahmen, Abwehr illegaler Grenzüberschreitung, sowie Koordinierung der Zusammenarbeit der Grenzpolizei.
Deshalb kommt zum Aktionstag am 22.09.2012 in Kiel !

Theater-Demostration-Informationen-Kundgebung-Musik
11 Uhr Europaplatz Kiel

 

Nazi-Kundgebung in Schleswig 08.09.2012

Heute haben in Schleswig 20-25 Nazis versucht eine Kundgebung unter dem Titel

„Todesstrafe für Kinderschänder“ abzuhalten.
Die Kundgebung wurde durch massiven antifaschistischen Protest gestört.

Unter dem Motto „Todesstrafe für Kinderschänder“ haben heute 20-25 Nazis aus Eckernförde und Schleswig ( und Umgebung ) versucht eine Kundgebung abzuhalten.
Um halb 11 versammelte sich die kleine Nazigruppe und fing an Flyer
an Passanten weiterzugeben, was kläglich scheiterte.
Um 11 Uhr sollte die Kundgebung planmäßig starten was aber durch den antifaschistischen
Widerstand verzögert wurde.
Sämtliche Redebeiträge der Nazis wurden übertönt und fanden keinen Anklang in der dort
anwesenden Zivilbevölkerung.

25 gepanzerte und mit Hunden ausgerüstete Bullen trennten ca 60-70 Gegendemonstranten von dem Nazihäuflein.
Die Polizei lies sämtliche Professionalität vermissen und provozierte einzelne Demonstrationsteilnehmer.
Schon nach wenigen Minuten kam es zu handfesten Rangeleien zwischen der Demospitze und der
Polizei die immer wieder versuchte die Demonstrationsteilnehmer vom Platz zu weisen.
2 Antifaschisten erhielten einen mündlichen Platzverweis und konnten sich deswegen dem
Kundgebungsort nicht mehr nähern.

Um 14 Uhr verkündete die Anmelderin der Nazikundgebung, dass die Veranstaltung nun offiziell
beendet sei.
Die Nazis wurden unter Bullenschutz aus der Innenstadt geleitet.

Es lässt sich vermuten, dass sich die NPD-Kameraden wohl gewisse Chancen ausrechnen hier
wieder Fuß zu fassen. Dem gilt es entgegen zu wirken, Ziel muss es sein eine breite
Öffentlichkeit und den damit verbundenen bürgerlichen Protest zu schaffen und
autonomen Protest auszubauen.

In dem Sinne, Nazis in der Schlei versenken!

Bilder:
http://de.indymedia.org/2012/09/334632.shtml